Bei den Warnstreiks der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie NRW wurde im Laufe des heutigen Tages die Hunderttausender Marke überschritten. Bei einer erstmals durchgeführten Online-Kundgebung schalteten sich rund 11 300 Beschäftigte aus der Metall- und Elektroindustrie und der Eisen- und Stahlindustrie zu.
In Düsseldorf protestierten heute 2800 Beschäftigte des Sprinterwerks und in Grevenbroich 2000 Beschäftigte von Hydro-Aluminium durch einen verfrühten Arbeitsschluss bzw. eine verspätete Arbeitsaufnahme. In Rheine legten über den Tag verteilt 500 Kolleginnen und Kollegen aus zwei Betrieben die Arbeit nieder, in Gelsenkirchen beteiligten sich 200 Metallerinnen und Metaller aus drei Betrieben an Osterhasen-Aktionen.
In Bottrop, Stadtlohn und Bönen gingen insgesamt 570 Warnstreikende aus vier Betrieben zu Aktionen oder in den Frühschluss.
Bei einer erstmals durchgeführten Online-Kundgebung schalteten sich auf www.warnstreik24.de von 13– 14 Uhr rund 11 300 Kolleginnen und Kollegen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie der Eisen- und Stahlindustrie zu. Damit haben sich bis heute insgesamt 117 045 Beschäftigte an den Warnstreiks in NRW beteiligt.
Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer für beide Branchen: „Ich freue mich sehr, dass sich bis heute über 100 000 Kolleginnen und Kollegen an unseren Warnstreiks beteiligt haben. Das zeigt, dass die Beschäftigten in der Metall- und Elektrobranche hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Und es zeigt, dass es Erwartungen an die Arbeitgeber gibt, die diese morgen in der nächsten Verhandlung nicht enttäuschen sollten. Wir sind bereit für einen schnellen und guten Abschluss vor Ostern. Wenn es sein muss, sind wir aber auch bereit für weiteren Arbeitskampf. Das haben die letzten drei Wochen eindrucksvoll gezeigt.“
Das gelte auch für die Verhandlung in der Eisen- und Stahlindustrie am Freitag, sagte Giesler weiter. Auch hier hätten die letzten Tage deutlich gemacht, dass die Beschäftigten bereit seien, für ihre Forderungen zu kämpfen. In der Eisen- und Stahlindustrie fand heute in Witten ein Warnstreik bei DEW mit 550 Beteiligten statt.