Tarifrunde Metall und Elektro 2021
150 000 im Warnstreik

Seit Dienstag rollen die Warnstreiks. Bereits an den ersten zwei Tagen sind 150 000 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall gefolgt, gingen früher nach Hause oder ließen im Home Office PC und Smartphone ruhen. An vielen Orten gab es auch Kundgebungen und kreative Demos vorm Tor.


Fast 150 000 Beschäftigte waren seit Dienstag 0 Uhr im Warnstreik. Das war der Stand gestern um 17 Uhr. Mit den Warnstreiks macht die IG Metall Druck für ihre Forderungen und auf die festgefahrenen Tarifverhandlungen.

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt waren gestern 5600 Beschäftigte im Warnstreik, unter anderem bei Bosch in Hildesheim, Renk und Aventics in Hannover, KME in Osnabrück, MTU Reman in Magedeburg und bei Alstom in Salzgitter. Allen bei Volkswagen in Braunschweig waren 2500 im Warnstreik.

In Bayern waren bis zum Nachmittag über 4000 aus 15 Betrieben im Warnstreik, etwa bei KSB in Pegnitz, bei Waldrich in Coburg und bei BMW in Dingolfing. 1000 waren bei einer Kundgebung bei Schaeffler in Schweinfurt. Bei MTU in München waren 800 Metallerinnen und Metaller bei einer „Warnstreik-Karawane“ mit neun 30-minütigen Warnstreiks dabei.

3450 Beschäftigte traten in Baden-Württemberg kurzzeitig in den Ausstand. 37 Betriebe waren davon betroffen. Allein 660 Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Betrieben beteiligten sich bis zum frühen Nachmittag an Frühschlussaktionen im Bereich der Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen.

(Foto: Thomas Range)

Im IG Metall-Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Saarland) folgten rund 3000 Metallerinnen und Metaller aus 28 Betrieben dem Aufruf der Gewerkschaft zum Warnstreik. Unter anderem legten 200 Beschäftigte der Frühschicht von CompAir und Boge in Simmern ab 6.30 Uhr zeitweise die Arbeit nieder. Jörg Köhlinger, Leiter der IG Metall Mitte und Verhandlungsführer, forderte die Arbeitgeber vor dem Werkstor auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben.

In Berlin, Brandenburg und Sachsen gingen 2240 Beschäftigte aus 14 Betrieben in den Ausstand, darunter auch Siemens und BMW.

In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich 1250 Beschäftigte an den Warnstreiks. Bei einer Nachtaktion bei AluNorf in Neuss gingen 250 Beschäftigte mit Fackeln vor das Werktor. Die größte Aktion fand in Arnsberg statt: In einem eigens für die Kundgebung aufgebauten Autokino beteiligten sich 250 Beschäftigte als Delegationen aus 20 Betrieben aus der Region an dem Warnstreik.

Im Bezirk Küste konzentrierten sich die Warnstreiks auf den Betrieb Diehl Aviation in Hamburg. Hier beteiligten sich 230 Metallerinnen und Metaller.

Am Dienstag waren bis zum frühen Nachmittag rund 60 000 Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Bis Mitternacht kamen noch einmal ebenso viele dazu.

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