Kfz-Tarifrunde 2021
Kfz-Handwerk: Jetzt wird's ernst

Mit Warnstreiks und Aktionen in Autohäusern erhöhen die Beschäftigten des Kfz-Handwerks ab heute den Druck auf die Arbeitgeber. Metallerinnen und Metaller machen jetzt ernst.


Heute Nacht endete der aktuelle Entgelt-Tarifvertrag und damit auch die Friedenspflicht in der laufenden Tarifrunde des Kfz-Handwerks. Die ersten Tarifverhandlungen waren vorher ohne Annäherung zu Ende gegangen. Die Verhandlungen waren weder zielführend noch konstruktiv. Deshalb machen die Kolleginnen und Kollegen ab jetzt mit Warnstreiks  Druck auf die Arbeitgeber und zeigen, was sie von den Forderungen der Arbeitgeber halten. Nämlich nichts.

„Da die Arbeitgeber bis heute kein annehmbares Angebot auf den Tisch gelegt haben, werden wir jetzt bundesweit für Aktivitäten bis hin zu Warnstreiks in den Kfz Betrieben mobilisieren, um unsere Forderungen durchzusetzen“, betont Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. In den kommenden Tagen sind Aktionen in mehreren Betrieben geplant. Die Beschäftigten sind stinksauer.

Über ein Jahr haben sie in den Werkstätten und im Service unter erschwerten Corona-Bedingungen gearbeitet. An der Hebebühne schuften sie den ganzen Tag mit Maske. Jetzt geht es in der Warnstreikphase darum, so viele Beschäftigte wie möglich vor die Autohäuser zu holen für öffentlichkeitswirksame Aktionen. Denn auch die Kunden sollen mitkriegen, dass gute Arbeit nicht für lau zu haben ist. Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk haben ein Anrecht auf eine faire Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter.


Viele Neueintritte

Schon im Vorfeld der Warnstreikphase war die Resonanz der Beschäftigten in den Kfz-Betrieben auf betriebliche Aktionen wie aktive Mittagspausen, Betriebsrundgänge, Unterschriftensammlungen und Postkartenaktionen sehr gut. Laut einer Blitzumfrage der IG Metall Baden-Württemberg finden über 90 Prozent der Beschäftigten das Verhalten der Arbeitgeber respektlos und eine Missachtung ihrer Leistung ist. Überdurchschnittlich viele Neueintritte in die IG Metall lassen deutlich erkennen, dass es den Beschäftigten ernst ist mit ihrem Protest.

Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde für die Beschäftigten des Kfz-Handwerks vier Prozent mehr Geld und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. In Baden-Württemberg geht es außerdem um die Fortführung des Manteltarifvertrages. Die Arbeitgeber wollen dort den Samstag als regulären Arbeitstag sowie zuschlagsfreie Mehrarbeitsstunden durchsetzen. Auftakt der Proteste ist die Warnstreikaktion mit Kundgebung in Stuttgart vor der Mercedes-Benz Niederlassung, zu der die IG Metall die Beschäftigten aufgerufen hat.

Kfz-Tarifrunde 2021
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