Tarifrunde Textil und Bekleidung 2021
Arbeitgeber bewegen sich keinen Zentimeter

Die Tarifverhandlungen der Textil- und Bekleidungsindustrie sind am Mittwoch in die zweite Runde gegangen. Der Verhandlungstag zeigte: Es wird noch viel Bewegung der Arbeitgeber notwendig sein, um zu einem Tarifabschluss zu kommen.


Ergebnislos und ohne Angebot der Arbeitgeber endete die zweite Verhandlungsrunde der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. In der laufenden Tarifrunde verhandelt die IG Metall mit den Arbeitgebern über bessere Tarife für 100 000 Beschäftigte in der Branche.

Bei der zweiten Verhandlung wiederholten die Arbeitgeber ihr Credo aus der ersten Runde: Der Industrie gehe es schlecht und es sei nichts zu holen. Weder bei der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung noch was den Mitgliederbonus betrifft, machten die Arbeitgeber Angebote, obwohl beides auch Entlastungen für die Industrie darstellt.


Ab Februar Warnstreiks möglich

Die IG Metall will mit ihren Forderungen die Zukunft gestalten und deshalb für die Beschäftigten zuverlässige Einkommenserhöhungen aushandeln. Ein neuer Tarifvertrag für die Altersteilzeit ist ebenfalls ein wichtiger Forderungspunkt. „Entweder bewegen sich die Arbeitgeber oder – Corona hin oder her – dann müssen wir uns bewegen“, sagt Manfred Menningen, Verhandlungsführer der IG Metall.

Die nächste Verhandlung findet am 29. Januar in „hybrider“ Form statt. Das heißt, ein Teil der Verhandlungsführer wird vor Ort sein, der Rest wird sich digital dazu schalten.  Am 31. Januar endet die Friedenspflicht. Ab dem 1. Februar sind Warnstreiks möglich.

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