PRESSEMITTEILUNG NR. 05/2021
Warnstreik-Auftakt mit 60.000 Metallern

Schwerpunkt in Niedersachsen/Sachsen-Anhalt mit 22.300 Beschäftigten +++ Rund 80.000 verfolgten den Tarifauftakt-Livestream am 1. März


Frankfurt am Main ― Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie ist die IG Metall mit großer Beteiligung der Beschäftigten in die Warnstreik-Phase gestartet. Knapp 60.000 Beschäftigte haben sich heute an Warnstreiks beteiligt (Stand: 14 Uhr). Damit haben sie ihrer Tarifforderung Nachdruck verliehen und gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber protestiert.

Der Schwerpunkt der Warnstreiks lag am Dienstag im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Dort legten rund 22.300 Beschäftigte aus 28 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder.

Rund 14.500 Beschäftigte aus 68 Betrieben traten im Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Saarland) kurzzeitig in den Ausstand. Allein bei ZF Friedrichshafen in Saarbrücken beteiligten sich 4.000 Metallerinnen und Metaller.

Im Bezirk Bayern legten knapp 9.000 Beschäftigte aus 24 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. Allein in Schweinfurt waren in den Nacht- und Normalschichten von ZF, SKF, Schaeffler, Bosch Rexroth, ZF Aftermarket und ZF Race Engineering 4.160 Beschäftigte im Warnstreik.

Mehr als 6.500 Beschäftigte traten im IG Metall-Bezirk Baden-Württemberg in den Warnstreik. Zu den vielfältigen Aktionen gehörte beispielsweise ein Demo-Zug beim Autozulieferer Mahle Behr in Stuttgart mit 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Im IG Metall-Bezirk Küste folgten fast 2.600 Metallerinnen und Metaller aus 12 Betrieben dem Aufruf der Gewerkschaft zum Warnstreik.  Der größte Warnstreik fand hier bei Daimler und dem Zulieferer Lear in Bremen statt: 2.100 Beschäftigte beteiligten sich.

Im Bezirk Nordrhein-Westfalen beteiligten sich mehr als 3.800 Beschäftigte, im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen waren es über 700 Kolleginnen und Kollegen.

Bereits am Montag hatte es tagsüber zahlreiche Aktionen und Kundgebungen gegeben. Beim „Tarifauftakt-Live“, einer zweistündigen Livesendung im Internet am Montagabend, hatten sich 80.000 Metallerinnen und Metaller auf das Ende der Friedenspflicht eingestimmt. Das Ende der Friedenspflicht war am Montag um 24 Uhr eingetreten.

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