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Tariflexikon

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Unabdingbarkeit


Unabdingbarkeit ist der Oberbegriff für die unmittelbare und zwingende Wirkung von Tarifnormen: Sie garantieren einen Mindestschutz und können nicht zu Ungunsten der Mitglieder unterschritten werden. Auch nicht durch "freiwillige" Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten.

Ein Herzstück der Tarifautonomie, das an dem verfassungsrechtlichen Schutz teilhat.

Konservativen und Deregulierern ist sie ein Dorn im Auge. Sie versuchen, die Unabdingbarkeit durch die Abschaffung des Tarifvorrangs oder die Aufhebung/"Umdefinition" des Günstigkeitsprinzips auszuhöhlen.

Beispiele

Gesetzlicher Urlaub:          24 Werktage (4 Wochen)
Tarifvertraglicher Urlaub:  30 Arbeitstage (6 Wochen)
Einzelarbeitsvertrag:         33 Arbeitstage - möglich, aber nicht unter 30 Arbeitstage
Betriebsvereinbarung:      Tarifvorrang

Zum Nachlesen

  • Däubler, Tarifvertragsrecht, Rn. 179 ff.
  • IG Metall,, Gegengewicht, September 1999
  • IG Metall, Zukunftswerkstatt Tarifautonomie, August 2002
  • Kempen/Zachert, Tarifvertragsgesetz, Grundlagen Rn. 125
  • WSI, Tarifhandbuch 2003, Seite 286

Tarif

Lohn, Gehalt und mehr.

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WSI-Glossar zur Tarifpolitik

Von "Abschlussrate" bis "Zulage"´- das WSI-Tarifarchiv bietet ein Glossar mit Fachbegriffen rund um das Tarifsystem in Deutschland.

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