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Wirtschaft: Industriepolitische Konferenz 2009. Foto: Max Höllwarth/Fotolia.de

Wirtschaft: Industriepolitische Konferenz 2009

Mehr Substanz und nicht nur Kosmetik

26.06.2009 Ι Einen Großteil des Wohlstands hat Deutschland seiner Industrie zu verdanken: ökonomisch, gesellschaftlich und auch beschäftigungspolitisch. Gerade in der Krise wird das wieder deutlich. Damit die industriellen Branchen wettbewerbsfähig bleiben, braucht es Innovationen. Dafür muss eine moderne Industriepolitik nach der Krise sorgen.

"Wir brauchen eine Brücke über die Krise, aber sie muss auch zum anderen Ufer führen. Und nicht zurück zum selben", forderte Berthold Huber auf der Industriepolitischen Tagung der Hans-Böckler-Stiftung am 26. Juni 2009 in Oberhausen. Notwendig sei eine Politik, die nicht ausschließlich Symptome lindere, sondern an den Ursachen der Krise ansetze.
Die IG Metall und die IGBCE warnten davor, dass als Folge der Weltwirtschaftskrise dauerhaft industrielle Kerne verloren gingen und ganze Wertschöpfungsketten zusammenbrechen könnten.

Nachhaltigkeit statt entfesselter Markt
Die Gewerkschaften forderten einen konstruktiven Dialog über notwendige Konsequenzen aus der Krise von Politik und Arbeitgebern. Ergebnis der Tagung war eine gemeinsame Erklärung. In dieser warnten IG Metall und IGBCE davor, dass die wirtschafts- und industriepolitischen Herausforderungen mit kosmetischen Korrekturen ohne Substanz nicht zu bewältigen seien. Deshalb dürfe es nach der Krise nicht so weitergehen wie vor der Krise. Politik und Arbeitgeber müssen begreifen, dass es nicht reicht, auf die vermeintlich wundersame Kraft der entfesselten Märkte zu verweisen. "Wir setzen dem entfesselten Markt das Leitbild einer nachhaltigen Industriepolitik entgegen", sagte Huber.

Die Forderungen zur Krisenbewältigung

  • Einen öffentlichen Beteiligungsfonds, der einen wirksamen Schutzschirm für Unternehmen aufspannt und Arbeitsplätze sichert.
  • Eine nachhaltige Industriepolitik anstelle unregulierter Märkte.
  • Umfassende demokratisch-gesellschaftliche Beteiligungsrechte.
  • Gute Arbeit und einen regulierten Arbeitsmarkt.
  • Eine koordinierte Industriepolitik in Europa.

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