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Solibro in Bitterfeld-Thalheim: Beschäftigte wollen die Tarife der Metallindustrie. Foto: Steamtalks / flickr.com

Solibro in Bitterfeld-Thalheim: IG Metall will Tarifbindung erreichen

Solibro-Beschäftigte wollen die Tarife der Metallindustrie

15.09.2010 Ι Für die rund 500 Beschäftigten der Solarfirma Solibro in Bitterfeld-Thalheim sollen die gleichen tariflichen Bedingungen gelten, wie sie im Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektrobranche Sachsen-Anhalt geregelt sind. Die IG Metall strebt hierzu einen firmenbezogenen Tarifvertrag an. Noch im September will sie mit den Verhandlungen beginnen.

Die IG Metall will für die rund 500 Beschäftigten der Solarfirma Solibro in Bitterfeld-Thalheim die Tarifbindung erreichen. Am 10. September hat die Tarifkommission von Solibro beschlossen, für die Belegschaft die tariflichen Bedingungen des Flächentarifvertrages für die Metall- und Elektrobranche Sachsen-Anhalt zu fordern.

Firmenbezogener Tarifvertrag soll Tarifbindung bringen
Die IG Metall strebt einen firmenbezogenen Tarifvertrag an, der die tariflichen Bedingungen analog des Flächentarifs regelt. Das betrifft vor allem die Höhe der Monatsentgelte, die Eingruppierungsmerkmale für Entgeltgruppen, die Übernahme der Auszubildenden für mindestens zwölf Monate, Anspruch auf Sonderzahlungen sowie 30 Tage Urlaub und zusätzliches Urlaubsgeld.

Solarbranche boomt
IG Metall-Verhandlungsführer Norbert Kuck bewertet den Zeitpunkt sehr günstig, um eine Tarifbindung bei Solibro durchzusetzen: "Je erfreulicher die Solarbranche gedeiht, desto dringlicher sind dabei akzeptable Arbeitsbedingungen. Die Tarifkommission bei Solibro will die Tarifbindung an den Flächentarif. Es gibt keinen Grund, den Beschäftigten die Bedingungen der Fläche zu verweigern."

In der Tat - Solibro hat im Dezember 2008 das zweite Werk in Thalheim bei Bitterfeld-Wolfen eröffnet. Seitdem boomt die Produktion und das Unternehmen konnte die Belegschaft kontinuierlich aufstocken. Solibro produziert Solarmodule nach einer speziellen Dünnschichttechnologie. Mit den Solarzellen der Module wird Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt.

Die IG Metall Niedersachsen-Sachsen-Anhalt hat die Geschäftsführung aufgefordert, mit ihr in Verhandlungen einzutreten - wenn möglich noch im September.

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