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Maschinenbau: Gemeinsame Position IG Metall, VDMA und BMWi

Menschen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor

11.04.2011 Ι Für den deutschen Maschinenbau läuft das Geschäft wie am Schnürchen. Das stellten IG Metall, VDMA und Bundeswirtschaftsministerium am 30. März 2011 in Berlin fest. Auch nach der Reaktorkatastrophe in Japan wird nicht mit gavierenden Produktionsausfällen gerechnet. Die Stärke der Branche sind qualifizierte Belegschaften. Damit das so bleibt, müssen die Firmen etwas für den Nachwuchs tun.

Die deutschen Maschinenbauer sind in Hochstimmung. Nach der Krise läuft das Geschäft schon fast wieder wie vor der Krise. Der Maschinenbau ist die Schlüsselbranche des Industriestandorts Deutschland schlechthin. Er spielt hierzulande eine entscheidende Rolle für die ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung. Mit knapp 850 000 Beschäftigten ist er auch beschäftigungspolitisch ein Schwergewicht. Und es sind vor allem die Beschäftigten, die entscheidend mit zur Leistungsfähigkeit und seinem weltweiten Erfolg beitragen.

Umwelttechnologien gewinnen an Bedeutung

Bei dem Branchendialog diskutierten Wolfgang Rhode, vom Vorstand der IG Metall, Dr. Thomas Lindner vom VDMA und Rainer Brüderle, Bundeswirtschaftsminister, sowie Betriebsräte und Experten darüber, wie die anstehenden Aufgaben und gemeinsame Aktionen in Angriff genommen werden können. Nach Japan werden die Erneuerbaren Energien hierzulande eine immer größere Rolle spielen. Um eine nachhaltige und kostengünstige Energieversorgung in Deutschland sicherzustellen, sollen dafür die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Förderung der Umwelttechnologien verstärkt werden.

Maschinenbau muss sich um den Nachwuchs kümmern
Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographische Entwicklung, europäische Integration und die Veränderungen in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen verlangen neue Antworten und innovative technische Lösungen von der Branche. Dabei sind die Menschen der entscheidende Erfolgsfaktor. Wolfgang Rhode stellte klar: "Politik und Unternehmen stehen in der Verantwortung, die Zukunftschancen der Jungen zu verbessern. Es geht um gute Bildung, mehr Ausbildungsplätze und Übernahme". Um auch in Zukunft auf qualifizierte Beschäftigte setzen zu können, muss sich die Branche um den Nachwuchs kümmern.

Junge Menschen brauchen einen fairer Einstieg ins Arbeitsleben. In den nächsten Jahren steigen die Zahl der Ausbildungsplatzbewerber wegen der doppelten Abiturjahrgänge. Doch auch die Haupt- und Realschüler dürfen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht leer ausgehen. Immer wieder behaupten Arbeitgeber, die Bewerber seien für eine Ausbildung nicht geeignet. Doch eine Berufsausbildung ist keine Sache ausschließlich für junge Leute mit guten Schulnoten. Gerade in der Praxis zeigt sich, dass sich auch Haupt- und Realschüler auf einer Lehrstelle beweisen können. Voraussetzung ist, dass sie im Betrieb gezielt gefördert werden. Zudem stehen Politik und Unternehmen in der Verantwortung, die Zukunftschancen der Jungen zu verbessern - mit einem ausreichenden Angebot an Ausbildungsplätzen, der Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis nach der Berufsausbildung und praxisgerechten Studiengängen, das stellte Wolfgang Rhode klar.




Gute Arbeit ist ein Muss
Qualifizierte Belegschaften machen gerade in den Maschinenbaubetrieben die innovativen technologischen Lösungen möglich. Deshalb müssen hier auch die Arbeits- und Leistungsbedingungen stimmen. Gute Arbeit fördert die Kreativität. Und dazu gehören eine alternsgerechte, lernförderliche und gesundheitsverträgliche Arbeitsorganisation. In der Vergangenheit haben sich die betriebliche Mitbestimmung und die Instrumente zur Beschäftigungssicherung bewährt.

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