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Logo CeBit. Foto: Deutsche Messe

IG Metall auf der CeBit 2011

Kompetente Beratung vor Ort

13.04.2011 Ι Was für Autonarren die IAA, das ist die Cebit für High-Tech-Freaks in Deutschland. Einmal jährlich ist die Messe in Hannover ganz in deren Händen. Auch 24 000 Metaller informierten sich über neue Trends auf der Computermesse. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit und informierten sich am IG Metall-Stand über Gehälter, Einstiegs- und Qualizierungsmöglichkeiten in der IT-Branche.

Die Cebit ist die wichtigste Veranstaltung für alle Themen rund um die Informations- und Kommunikationstechnologien. Die IG Metall war wie in jedem Jahr auf der CeBIT Anfang März mit einem eigenen Stand vertreten. Sie präsentierte sich hier kompetent in allen Fragen rund um den Job. Viele Metaller kamen an den Stand. Nachgefragt wurden Tipps zu Bewerbung und Einstellung, Gehältern und Gehaltsforderungen, Ausbildungs- und Weiterqualifikationsmöglichkeiten sowie Rechtsfragen zum Arbeitsvertrag. Bei Fachvorträgen informierten sich mehr als 500 Metaller über wichtige Themen. Wie in den Vorjahren nutzten die meisten Mitglieder das Freikartenangebot der IG Metall.

 

Die CeBIT stand 2011 unter dem Motto "Cloud Computing" - der Megatred im High-Tech-Sektor, dem nachgesagt wird, dass er die IT-Branche tiefgreifend verändern wird. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen in Echtzeit über Datennetze bereitgestellt, statt auf lokalen Rechnern. Der Nutzer mietet also die Anwendungen - egal ob es sich um einen E-Mail-Dienst oder das Speichern von Fotos oder Filmen handelt. In Zukunft werden diese Möglichkeiten zunehmend von Privathaushalten genutzt werden. Daneben ging es bei der CeBIT auch um neue Geschäftsmodelle und Vernetzungen in den klassischen Industriebranchen Deutschlands, wie beispielsweise der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft.

 

Pünktlich zur CeBIT legte die IG Metall ihre Entgeltanalyse vor. Dafür wurden knapp 27 000 Daten aus über hundert Unternehmen ausgewertet. Hier zeigte sich: Mit Tarif ist man besser dran. Denn die Gehälter in den tarifgebundenen Unternehmen liegen deutlich über den in nicht tarifgebundenen Firmen. Ein Ergebnis der Analyse ist auch die Entwicklung der Ausbildung. Bei den Auszubildenden zeichnet sich ein Abwärtstrend ab. Dies ist umso erstaunlicher, da die Branche über Nachwuchsmangel klagt.





Um das Thema Fachkräftemangel gibt es inzwischen hitzige Debatten. Hans-Joachim Weis vom Vorstand der IG Metall bezweifelt, dass tatsächlich ein akuter Mangel an Fachkräften besteht. Zwar sind etwa 28 000 Stellen in der Branche nicht besetzt, gleichzeitig suchen jedoch 32 000 IT-Fachleute einen Arbeitsplatz. Dass es bei dieser Debatte eher darum geht, Kosten zu drücken und bei den Beschäftigten zu sparen, das belegt auch der geringe Anstieg bei den Gehältern. "Trotz Aufschwung in der IT- und Telekommunikationsbranche sind die Gehälter bei IT-Experten nur moderat gestiegen, gerade einmal um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", sagte Weis.


Die freien Jobs könnten besetzt werden, wenn die Unternehmen verstärkt in die Aus- und Weiterbildung investieren würden und die Arbeits- und Leistungsbedingungen alternsgerecht gestalten würden. Dann könnten auch ältere IT-Experten mithalten. Zudem sollten die Chancen für Berufsanfänger und Frauen verbessert werden. Gerade die Zahl der Frauen in IT-Berufen ist erschreckend niedrig. Das zeigt sich bei den abgeschlossenen Ausbildungverträgen. Gerade einmal acht Prozent der Auszubildenden sind weiblich.

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