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EU-Energieeffizienzpolitik

In Sachen Energie gibt es noch viel zu tun

28.01.2011 Ι Energiesparen - ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz. 2007 beschlossen deshalb die EU-Mitgliedsstaaten den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Dieses Ziel ist bisher eine freiwillige Übereinkunft. IG Metall, IG BAU und andere haben Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, nun aufgefordert, für eine verbindliche Regelung zu sorgen.

Die IG Metall, die IG BAU sowie ein deutsches Bündnis aus Verbraucher-, Wirtschafts-,  Sozial- und Umweltverbänden haben die EU-Kommission aufgefordert, einen Aktionsplan in Sachen Energieeffizienz aufzusetzen und bindende Einsparziele zu vereinbaren. Die Zeit drängt, denn am 4. Februar 2011 findet ein EU-Gipfel zum Thema Energie statt.

In einem gemeinsamen Brief kritisiert das Bündnis, dass das Energieeffizienzziel bisher als einziges Klimaziel nur eine freiwillige Übereinkunft ist. Zudem befürchten die Verbände, dass die EU ihr selbst gesetztes Sparziel mit den bisherigen Maßnahmen um fast die Hälfte verfehlen wird. Außerdem gibt es keine langfristige Zielsetzungen über das Jahr 2020 hinaus. Doch eine starke und verbindliche Energieffizienzpolitik hätte deutliche Vorteile nicht nur für die Umwelt:

  • Energieeffizienz schont natürliche Ressourcen, reduziert Abfälle und Emissionen und schützt das Klima. Ein Rückführung des Energieverbrauchs auf den Stand von 1990 würde den Bau von rund 1 000 Kohlekraftwerken überflüssig machen.
  • Eine sparsame Verwendung der Energie würde die Kosten für alle senken. Grade wegen zunehmender Energieknappheit und steigender Energiepreise werden immer mehr Haushalte Schwierigkeiten haben, die Energiekosten zu begleichen. Zudem würde die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft leiden. 
  • Deutsche und europäische Unternehmen könnten als Vorreiter bei grünen Technologien neue Märkte erschließen und Wettbewerbsvorteile nutzen. Voraussetzung sind verbindliche Ziele auf EU- und Bundesebene.
  • Über eine Million Arbeitsplätze könnten europaweit geschaffen werden, allein in Deutschland wird mit einer Viertelmillion neuer Jobs gerechnet.


Die Verbände forderten die EU außerdem auf, im Gebäudesektor verbindliche Mindeststandards für den Bestand einzuführen und mehr finanzielle Mittel bereitzustellen. Die Standards müssten sozialverträglich ausgestaltet werden, damit insbesondere einkommensschwache Mieter nicht benachteiligt würden.

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