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Auszeichnung für Berthold Huber

Engagement für globale Solidarität

18.06.2014 Ι Berthold Huber, ehemaliger Erster Vorsitzender der IG Metall, wurde am 2. Juni 2014 in Detroit mit dem Walter Reuther Social Justice Award geehrt. Der Social Justice Award ist der höchste Preis, den die US-amerikanische Automobilgewerkschaft UAW vergibt.

Solidarität war ihm in seiner Amtszeit immer ein wichtiges Anliegen. Berthold Huber, bis November 2013 Erster Vorsitzender der IG Metall, hat sich hierzulande dafür eingesetzt, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer besser werden und die Gesellschaft gerechter wird. Doch sein Engagement beschränkte sich nicht nur auf Deutschland. Als Präsident des internationalen Dachverbands der Metallgewerkschaften, IndustriAll - Global Union, ist er weiterhin international sehr aktiv.


Huber sieht es als eine der wichtigsten Herausforderungen, mit aller Kraft gegen Regierungen und Konzerne vorzugehen, die Menschen- und Gewerkschaftsrechte missachten. Für Huber ist es wichtig, auch die internationale Situation im Blick zu behalten und die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in anderen Ländern zu verbessern. Wie notwendig das ist, zeigen beispielsweise der Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch vor einem Jahr und das Grubenunglück in der Türkei vom Mai dieses Jahres. 


"Menschen arbeiten immer noch unter erbärmlichen Bedingungen auf der ganzen Welt", sagte Huber auf der UAW-Jahrestagung in Detroit am 2. Juni 2014. Daher müssen die Gewerkschaften auch international zusammenarbeiten - das sei in Zeiten der Globalisierung immer wichtiger, forderte er.


Der Social Justice Award wird an Menschen verliehen, die sich für Bürgerrechte sowie soziale und ökonomische Gerechtigkeit einsetzen und die das Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbessern. Mit dem Preis würdigt die US-amerikanische Automobilgewerkschaft UAW den Einsatz Berthold Hubers für globale Solidarität sowie die Unterstützung, die er ihnen bei der Organisierung der deutschen Unternehmen in den USA gewährt hat. Ebenso wird sein Engagement für ein neues Modell der Beziehungen zwischen Gewerkschaft und Management in den USA  ausgezeichnet.


Walter Philip Reuther war ein US-amerikanischer Gewerkschaftsführer. Er verschaffte den United Automobile Workers Mitte des 20. Jahrhunderts großen Einfluss sowohl in der Autoindustrie als auch in der Demokratischen Partei. Mit dem Social Justice Award wurden unter anderem Robert Kennedy und Eleanor Roosevelt ausgezeichnet. Auch Rosa Parks erhielt den Preis. Parks hatte sich in den 50er Jahren geweigert, ihren Sitzplatz in einem Bus in Montgomery für einen Weißen zu räumen.

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