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Umfrage_Leiharbeit

Zehn Jahre Leiharbeit - Eindrücke und Ausblicke der IG Metall Berlin

Wir haben es nicht hingenommen

06.10.2014 Ι Um die teurer gewordene Leiharbeit zu umgehen, setzen Unternehmen nun auf Werkverträge. Doch auch hier wird die IG Metall nicht einknicken, sondern auch Werkverträge fair regulieren. Worauf es dabei ankommt, das zeigen die Erfahrungen beim Kampf um eine faire Leiharbeit. Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen hat das in einem Video zusammengefaßt.

Leiharbeit hat den Arbeitsmarkt stark verändert. Stammbeschäftigte wurden verdrängt und durch schlecht bezahlte Leiharbeiter ersetzt. Seit über zehn Jahren setzt sich die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen dafür ein, dass Leiharbeiter den gleichen Lohn wie Stammbeschäftigte erhalten, wenn sie die gleiche Arbeit machen. In dem Video kommen die Kronzeugen dieser Aktionen zu Wort: Leiharbeiter, Betriebsräte und Gewerkschaftssekretäre.

 

 

Eindrücke und Einschätzungen von Metallerinnen und Metallern sowie kritische Ausblicke vieler Betroffener.

 

Ausufernde Leiharbeit ist eine der so genannten Arbeitsmarktreformen, mit der Arbeitnehmerrechte an den Rand gedrückt wurden. Die ursprüngliche Intention, zusätzliche Stellen zu schaffen und Langzeitarbeitslose in reguläre Beschäftigung zu bringen, blieb weniger als ein frommer Wunsch. Statt dessen wurden und werden immer noch Sonderprofite mit schlecht bezahlter Leiharbeit gemacht und die Stammbeschäftigten erpresst. Sie sollen auf ihre verbrieften Rechte verzichten.

 

Nach der Leiharbeit nun Werkverträge

Der Film kennzeichnet die reale Situation. Er berichtet über das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, die Leiharbeit zu regulieren. Zwar ist Leiharbeit inzwischen in vielen Bereichen geregelt: In der Metall/ Elektro, der Textil/Bekleidung und der Holz/Kunststoffindustrie gibt es seit 2012 Tarifverträge zu Leiharbeit, die die Zuschläge und Entgelte sicherstellen.


Nachdem die IG Metall tarifvertraglich Verbesserungen für die Leihbeschäftigten durchgesetzt hat, setzen die Unternehmen nun verstärkt auf Werkverträge. Immer häufiger übernehmen Arbeitskräfte von Fremdfirmen Tätigkeiten, die früher von der Stammbelegschaft gemacht wurden. Sie machen das, weil sie darin eine Möglichkeit sehen, das Betriebsverfassungsgesetz zu umgehen.

 

Mitbestimmung auch bei Werkverträgen

Betriebsräte müssen für alle da sein, sagt die IG Metall. Sie fordert daher, dass das Betriebsverfassungsgesetz ergänzt wird und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates auch bei Werkverträgen gelten. Außerdem will die Gewerkschaft erreichen, dass die Rechtsfolgen von Scheinwerkverträgen präzisiert werden. Dazu ist eine bessere Abgrenzung von Werkvertrag und Leiharbeit notwendig.

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