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Leiharbeit und Niedriglöhne

Leiharbeiter arbeiten oft für Niedriglöhne

28.07.2010 Ι Leiharbeiter arbeiten oft zu extrem niedrigen Löhnen. Das bestätgigt nun auch das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) in Duisburg. Wie Schlecker auch, haben viele Unternehmen Leiharbeitsfirmen gegründet, um Arbeitsplätze auszulagern.

Leiharbeiter verrichten häufig die gleiche Arbeit wie Festangestellte und erhalten dafür weit weniger Lohn. Damit das überhaupt möglich ist, gründen Unternehmen Leiharbeitsfirmen, bauen Stammarbeitsplätze ab und stellen Leiharbeiter dafür wieder ein. Zu geringeren Löhnen und nicht tariflichen Standards.



Rechtslage ermöglicht Missbrauch von Leiharbeit
Claudia Weinkopf vom IAQ macht deutlich, dass das Verhalten der Unternehmen nach geltender Rechtslage nicht illegal ist. Leiharbeiter können demzufolge nach eigenen Tarifverträgen bezahlt werden. Dadurch wird der Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ausgehebelt. Die entsprechenden tariflichen Einstiegslöhne für Leitarbeiter lägen zwischen 6,15 Euro und 6,50 Euro je Stunde in Ostdeutschland und zwischen 7,35 Euro und 7,51 Euro in Westdeutschland. Dies sei deutlich niedriger als die vergleichbare Bezahlung in anderen tarifgebunden Betrieben.

Leiharbeiter haben höheres Armutsrisiko
Leiharbeit zählt als atypische Beschäftigung. Und anstatt von der Leiharbeit in eine Festanstellung zu wechseln, bedeutet die Arbeit zu schlechteren Standards für viele Leiharbeiter ein erhöhtes Risiko, in die Armut zu rutschen.



Gut ein Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ist atypisch beschäftigt - befristet, als Leiharbeiter und vor allem in Teilzeitjobs. Längst nicht alle atypischen Stellen sind schlecht bezahlt oder unsicher. Doch insbesondere Leiharbeiter und befristet Beschäftigte tragen deutlich erhöhte Arbeitsmarktrisiken.

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