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Recht auf gute Bildung, Ausbildung und faire Jobs

Die Hürden überwinden

29.09.2011 Ι Jung und unbeschwert? Das war früher. Heute müssen junge Menschen viele Hürden überwinden, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Noch nie waren die Bedingungen für junge Menschen so unsicher wie heute. Die IG Metall will das ändern. Sie fordert gleiche Rechte auf Bildung, Ausbildung und einen fairen Job.

Die Lage der jungen Generation in Deutschland ist besser als in anderen europäischen Staaten. Doch gut ist sie trotzdem nicht. Es sind deutlich mehr der unter 25-Jährigen arbeitslos als in anderen Altersgruppen. Nach der Schule folgt für viele junge Menschen oft eine Phase der Unsicherheit. Die IG Metall benennt die Probleme und versucht Abhilfe zu schaffen.

 

Ausbildung
Nach der Schule direkt eine Ausbildung anschließen? Das gelingt nicht allen Schulabgängern. Zwar ist die Ausbildungsbilanz in diesem Jahr fast ausgeglichen, trotzdem haben auch 2011 etwa 100 000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz gefunden. Sie sind arbeitslos oder überbrücken die Zeit in alternativen berufsvorbereitenden Maßnahmen. Doch das wird viel zu oft zu einem Dauerzustand. Denn daran anschließend einen Ausbildungsplatz finden ist besonders für Altbewerber schwer. Und das Risiko prekärer Beschäftigung steigt mit sinkender Qualifikation.  

Übernahme
Nach der Ausbildung in einen festen Job wechseln? Dafür gibt es keine Garantie mehr. Denn viele Auszubildende haben zwar erfolgreich die Prüfung gemacht, doch anschließend werden nicht alle im Ausbildungsbetrieb übernommen. Konkret wissen zwei von drei Jugendlichen nicht, wie es nach der Prüfung weitergeht. Doch die Übernahme von Auszubildenden darf nicht den Flexibilisierungswünschen der Arbeitgeber unterworfen werden. Mit ihrer Verweigerungshaltung stellen die Firmen leichtfertig die Versorgung der Betriebe mit Fachkräften und die Zukunft der jungen Generation zur Disposition. In ihren Tarifverträgen hat die IG Metall geregelt, dass Auszubildende zumindest befristet für mindestens ein Jahr einen Arbeitsvertrag erhalten.

Viele derjenigen, die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden, landen anschließend in einem prekären Arbeitsverhältnis. Mehr als 700 000 Menschen unter 25 Jahren sind atypisch beschäftigt.

Praktikum
Über ein Praktikum die Arbeitswelt kennenlernen? Das funktioniert nicht überall. Tatsächlich werden viele Praktikanten in den Betrieben als Lückenbüßer oder als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Seit Jahren nimmt die Zahl der Praktikanten in den Unternehmen zu. Doch bei einem Praktikum geht es in erster Linie darum, den Betriebsalltag kennenzulernen.

Prekäre Beschäftigung

Keinen Job nach der Ausbildung gefunden? Das ist für viele Junge der Einstieg in prekäre Beschäftigung. Denn wenn gar nichts anderes geht, bleibt vielen nur der Ausweg Leiharbeit, Befristung oder Werkvertrag. IAn vielen dieser Arbeitsplätze sind die Bezahlung schlecht und die Aussichten unsicher. Tatsächlich arbeiten rund sieben Millionen Menschen zu Niedriglöhnen. Und: Mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen hatte noch nie einen festen Arbeitsvertrag. So das Ergebnis einer Umfrage von Infratest im Auftrag der IG Metall. Nicht nur die niedriger qualifizierten jungen Menschen sind von prekärer Beschäftigung betroffen. Auch vielen Uni-Absolventen gelingt der direkte Einstieg in den Beruf nicht mehr so einfach wie früher.  

 

Gleiche Rechte auf gute Bildung, Ausbildung und Weiterbildung
Junge Menschen haben das Recht auf Anerkennung und Respekt. Sie haben ein Recht auf gute Bildung, Ausbildung und Weiterbildung. Das ist die Basis für ein gutes Leben und eine gute Zukunft. Dazu trägt die IG Metall mit vielen betrieblichen und tariflichen Maßnahmen bei.

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