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Flensburger Vertrag verpflichtet Politiker zu fairer Leiharbeit. Foto: IG Metall Flensburg

Flensburger Vertrag verpflichtet Politiker zu fairer Leiharbeit

2000 Unterschriften für "gleiche Arbeit - gleiches Geld"

21.02.2011 Ι Die IG Metall Flensburg hat 2000 Unterschriften für den "Flensburger Vertrag" gesammelt. Bereits im September letzen Jahres hatte die IG Metall mit vielen Politikern diesen Vertrag abgeschlossen, in dem sie sich für faire Leiharbeit verpflichten. Am 17. Februar überreichte der Erste Bevollmächtigte Meinhard Geiken die Listen an die Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestle von den Grünen.

Rund 2000 Beschäftigte haben den "Flensburger Vertrag" unterschrieben. Binnen zehn Tagen seien die Unterschriften in mittleren und kleineren Betrieben in Flensburg gesammelt worden, sagte Meinhard Geiken gegenüber dem "Flensburger Tageblatt". Am 17. Februar übergab er im Betriebsratsbüro der Flensburger Schiffbau GmbH die Unterschriften der Bundestagsabgeordneten Ingrid Nestle (Grüne). Nestle gehört zu den Erstunterzeichnern des Vertrages. Die Unterschriften will die Abgeordnete im Bundestag zur zweiten Lesung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes einbringen.

Mitarbeiter zweiter Klasse
IG Metaller Geiken kritisiert, dass Leiharbeiter als Billigkräfte kurzfristig eingestellt und qualifiziert zu Dumpinglöhnen arbeiten. "Sie haben keine Mitsprache in den Betrieben und werden als Mitarbeiter zweiter Klasse behandelt", zitiert ihn das "Flensburger Tageblatt" bei einem Treffen mit Vertrauensleuten und Beschäftigten aus Flensburger Betrieben. Oftmals müssten Leiharbeiter mit bis zu 1000 Euro weniger Lohn nach Hause gehen als Festangestellte, stellt der IG Metall-Bevollmächtigte fest.

Nach Geikens Erkenntnissen gibt es in Flensburg über 700 Leiharbeiter. Sie arbeiten auf der Werft und in verschiedenen Firmen sowie öffentlichen Verwaltungen. "Der unbefristete Arbeitsvertrag gehört zur Ausnahme, die prekären Arbeitsverträge sind meist befristet, und viele Menschen können von den Verdiensten kaum leben", konstatiert der Gewerkschafter. Geringverdiener und Aufstocker seien die Folge.

"Flensburger Vertrag" verpflichtet Politiker
Mit dem "Flensburger Vertrag" verpflichten sich Politiker dafür, dass Leiharbeit in Zukunft fair gestaltet wird und sich nach dem Grundsatz "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" richtet. Die IG Metall ruft zur zweiten Lesung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes am 24. Februar zu einem bundesweiten Aktionstag auf.

 

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