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Gute Arbeit 2 / 2010

Zeitschrift Gute Arbeit - Februar 2010

Ausschuss für Arbeitsmedizin soll Ministerium beraten

Vor knapp einem Jahr wurde der Ausschuss für Arbeitsmedizin gebildet. Er soll die neue Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) entwickeln und konkretisieren. Die bisherige Bilanz seiner Arbeit: Tragfähige Resultate für die Praxis liegen nur in Ansätzen vor.
Seit Dezember 2008 gibt es die neue Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Das Bundesarbeitsministeriums hat den Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) unter anderem damit beauftragt, die Voraussetzungen für eine zeitgemäße arbeitsmedizinische Vorsorge zu schaffen und an einem Ort alle Rechtsvorschriften zu bündeln, die die Arbeitsmedizin regeln. Desweiteren soll der AfAMed das Bundesarbeitsministerium in allen Fragen der arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie des medizinischen Arbeitsschutzes beraten.

Die Arbeit der ersten Monate offenbart große Probleme
Nach den ersten Monaten seiner Arbeit konnte der Ausschuss noch keine handhabbaren Ergebnisse vorlegen. Die bisherigen inhaltlichen Debatten offenbaren bürokratische Hürden, Kommunikationsmängel, Abstimmungsprobleme mit anderen Ausschüssen und eine unklare Haltung des Ministeriums. Umso dringlicher ist es, dass der AfAMed eine systematische Arbeitsstruktur entwickelt und seine Vorhaben transparent und klar zu kommuniziert. Die notwendigen Arbeitsbedingungen muss das Ministerium beisteuern Der Ausschuss kann nur dann erfolgreich und fachlich beraten, wenn die notwendigen Rahmenbedingungen bereit stehen.

Die Autorin
Petra Müller-Knöß ist Gewerkschaftssekretärin im Ressort Arbeits- und Gesundheitsschutz beim IG Metall-Vorstand. Dort ist sie unter anderem zuständig für betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitsmedizin.

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