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Foto: Irina Dazowa/Fotolia.de

Kunststoffindustrie Lippe: Tarifkonflikt um Weihnachtsgeld geschlichtet

Volles Weihnachtsgeld gesichert

14.10.2010 Ι Die lippischen Kunststoffbeschäftigten erhalten weiterhin ihr volles Weihnachtsgeld. 17 Stunden dauerte die Schlichtungsrunde am 4. und 5. Oktober in Detmold, bis die IG Metall die Arbeitgebervertreter überzeugen konnte, den gekündigten Tarifvertrag wieder in Kraft zu setzen. Damit scheiterte der dritte Anlauf der Arbeitgeber, nur ein gewinnabhängiges Weihnachtsgeld in Betrieben zahlen zu wollen.

Mit einem Schlichtungsergebnis konnten die Tarifpartner den Konflikt um das Weihnachtsgeld für die Kunststoffbranche Lippe bei Westfalen beenden. Schlichterin war die Direktorin des Arbeitsgerichts Wuppertal, Bettina Dahlmann. Ausgelöst hatte den Tarifkonflikt der Arbeitgeberverband, der den Tarifvertrag zum 13. Monatseinkommen gekündigt hatte. Dieser gilt nun wieder bis Ende 2013.

Unterschriftenaktion "Hände weg vom Weihnachtsgeld"
In allen Betrieben hatten Belegschaften im Vorfeld Unterschriften gegen die Verschlechterungen des tariflichen Weihnachtsgeldes gesammelt. Außerdem hatten sie und ihre Betriebsräte sich geweigert, Mehr- und Wochenendarbeit zu leisten. Diese Aktionen seien ausschlaggebend gewesen, befand der Detmolder IG Metall-Bevollmächtigte und Verhandlungsführer Reinhard Seiler.

Dritter Versuch der Arbeitgeber gescheitert
In der Schlichtung einigten sich die Tarifpartner darauf, das Weihnachtsgeld auch künftig zu 70 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens auszuzahlen. Neu ist: Das Weihnachtsgeld kann durch eine freiwillige Betriebsvereinbarung erhöht werden. Weniger Weihnachtsgeld ist nur mit einer tariflichen Regelung möglich, wenn die IG Metall zustimmt.

Damit scheiterte der dritte Versuch der Arbeitgeber, das tarifliche Weihnachtsgeld gewinnabhängig in Unternehmen zahlen zu wollen.

Einkommen steigen ebenfalls
Außerdem erhalten die Beschäftigten mit der Oktoberabrechnung pauschal 120 Euro für August und September, die Auszubildenden 60 Euro. Ab 1. Oktober 2010 steigen die Einkommen um zwei Prozent und ab 1. April 2011 noch mal um weitere zwei Prozent. Dieser Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 14 Monaten und gilt bis 30. September 2011.

 

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