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ITK-Industrie im Wandel

Spannender Blick in die digitale Zukunft

10.06.2013 Ι Viele Unternehmen der ITK-Branche krempeln ihre digitalen Schmieden komplett um. Ziel: effektiveres Arbeiten. Doch was bedeutet das für die Menschen? Wichtig ist, Trends und deren Folgen für die Beschäftigten "zusammenzudenken". Das macht die IG Metall.

"Die Gestaltung der Zukunft erfordert einen Dialog mit allen Beteiligten", sagt Christiane Benner, Vorstandsmitglied der IG Metall und verantwortlich für die IT-Experten unter den Mitgliedern. Unter anderem zu diesem Zweck lädt die IG Metall am 20. und 21. Juni zum ITK-Symposium nach Frankfurt am Main. Mit interessanten Expertinnen und Experten. Denn Schlagwörter wie Crowd Sourcing, Open Crowd, Industrie 4.0, Lean Management oder Generation Open fallen in vielen Debatten oft unreflektiert. Auf dem Symposium sollen neue technische Möglichkeiten und deren Auswirkungen auf die Menschen "zusammengedacht" werden.


Beschäftigte an positiver Entwicklung beteiligen

Hintergrund: Die ITK-Branche hat sich in den vergangenen Jahren trotz Wirtschaftskrise weiter positiv entwickelt. Sie gehört zu den erfolgreichsten Branchen in Deutschland. Seit Jahren vermeldet sie Umsatzsteigerungen und Beschäftigungszuwachs. Selbst in den Krisenjahren 2009 und 2010 war diese Tendenz ungebrochen. Im Jahr 2012 wuchs die Branche erneut um 2,8 Prozent und die Zahl der Beschäftigten ist inzwischen auf über 900 000 gestiegen (mehr: ITK-Entgeltanalyse). Auch für dieses Jahr stehen die Zeichen auf Wachstum. Der Branchenverband Bitkom prognostiziert aktuell ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent.


"Diese guten Nachrichten sind jedoch nur die eine Seite", weiß Christiane Benner. Gleichzeitig finden gewaltige Umstrukturierungen mit erheblichem Stellenabbau statt, wodurch die Angestellten unter Druck geraten. Auch das Wachstum kommt nicht immer bei den Beschäftigten an. Die wirtschaftlichen Bedingungen genau unter die Lupe zu nehmen, ist aktuell überaus wichtig. Wie lassen sich beispielsweise nachhaltige Strukturen schaffen, die IT-Arbeitsplätze in Deutschland halten - oder ganz neu ermöglichen?


Daneben stehen IG Metall, Betriebsräte und Beschäftigte gemeinsam vor der Herausforderung, die Arbeitsbedingungen gesünder und sozialer zu gestalten. Und das Erfolgsmodell "Beteiligung" in der Branche weiter auszubauen. Mit Blick auf die Trends gilt: Nichts einfach verhindern, sondern neu Chancen erkennen und die Zukunft im Sinne der Beschäftigten gestalten.


Neue Herausforderungen durch "Industrialisierung der Kopfarbeit"

Der Anmeldeschluss für das Symposium ist abgelaufen. Für alle, die nicht teilnehmen können, finden sich hier in den kommenden Tagen einige Artikel zu den genannten Themen. Los geht`s morgen mit dem Unternehmen der Zukunft, dem "Unternehmen 2.n", das Arbeits- und Industriesoziologe Andreas Boes kurz vor der Entstehung sieht. Steht den Software-Experten damit eine nie für möglich gehaltene "Industrialisierung der Kopfarbeit" bevor? Eine Arbeitsstückelung nach Arbeitswissenschaftler Frederick Winslow Taylor, die man schon lange überwunden glaubte?  Anscheinend. Ein spannender Blick in die digitale Zukunft.

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