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Branchentag Maschinenbau

Stabilisierung auf niedrigem Niveau

24.06.2010 Ι Die Krise im Maschinenbau mit dramatischen Auftrags- und Umsatzeinbrüchen ist noch nicht vorbei, auch wenn sich im laufenden Jahr eine leichte Erholung abzeichnet. Wie akut die Probleme in den Betrieben sind, zeigte sich auf dem gut besuchten Branchentag Maschinenbau der IG Metall am 23. Juni in Böblingen.

Rund 160 Teilnehmer, darunter viele Betriebsräte, nutzten die vom IG Metall-Vorstand (Ressort Maschinenbau) mit der IG Metall Baden-Württemberg und IG Metall Nordrhein-Westfalen gemeinsam organisierte Veranstaltung, zum Dialog und zur Diskussion über Strategien zur Zukunftssicherung des deutschen Maschinenbaus. Jörg Hofmann, der Bezirksleiter von Baden-Württemberg stellte eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau für die vor allem mittelständisch geprägte Branche fest, in der 900 000 Menschen arbeiten.

Von der Kapazitätsauslastung vor der Krise sei man jedoch noch weit entfernt. Vor allem die Teilbranche Werkzeugmaschinenbau mit ihren 70 000 Beschäftigten ist noch nicht über den Berg und wird im laufenden Jahr einen Rückgang in der Produktion von zwölf Prozent verkraften müssen. Hofmann appellierte an die Unternehmen, ihre Belegschaften zu halten. Gerade im Werkzeugmaschinenbau seien qualifizierte Arbeitskräfte besonders wichtig. "Unternehmen, die jetzt entlassen, verspielen die Zukunft."



Rund 100 000 Arbeitsplätze, davon die Hälfte Leiharbeitsverhältnisse, sind im Zuge der Krise im Maschinenbau insgesamt verloren gegangen. Weitere Arbeitsplatzverluste konnten IG Metall und Betriebsräte durch ihr Handeln verhindern. Durch Leerung von Arbeitszeitkonten, den Abbau von Überstunden sowie tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen konnte Beschäftigung gesichert werden.

Manche Unternehmen haben das Schlimmste überwunden und brauchen bereits wieder mehr Mitarbeiter. Hier macht sich die IG Metall dafür stark, dass der Beschäftigungsaufbau nicht über Leiharbeit stattfindet. "Die Ausweitung der Leiharbeit ist für uns kein Zukunftskonzept", betonte Jörg Hofmann. "Prekäre Beschäftigung und Niedriglöhne sind für uns ein Rückschritt in die die tarif- und sozialpolitische Steinzeit. Dahin wollen wir nicht zurück."

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Foto: panthermedia / Mykola Velychko
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