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Miteinander für morgen

Mehr Geld und Wahloption bei der Arbeitszeit

Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie laufen. Unter dem Motto "Miteinander für morgen" fordert die IG Metall eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent - sowie eine Wahloption bei der Arbeitszeit.

Beschäftigte sollen ihre Arbeitszeit ohne Begründungszwang auf bis zu 28 Stunden in der Woche für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten reduzieren und anschließend wieder auf ihre frühere Arbeitszeit zurückkehren können. Damit will die IG Metall mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für alle Beschäftigten erreichen. Arbeitszeiten müssen zum Leben passen - und nicht immer nur umgekehrt.


6 Prozent mehr Geld - Wirtschaft boomt

Bei ihrer Forderung nach 6 Prozent mehr Geld stützt sich die IG Metall auf die guten Wirtschaftsdaten. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für 2017 und 2018 von einem stabilen Wachstum aus.


Zuletzt haben die Forscher in ihrem Herbstgutachten ihre Prognose für das kommende Jahr noch weiter angehoben. Sie erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2 Prozent. Haupttreiber des Wachstums ist wie schon in den vergangenen Jahren der private Konsum - als Folge der gestiegenen Kaufkraft, zu der die Tariferhöhungen der IG Metall maßgeblich beigetragen haben.

 

Wirtschaft boomt

Zuletzt haben die Forscher in ihrem Herbstgutachten ihre Prognose für das kommende Jahr noch weiter angehoben. Sie erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2 Prozent. Haupttreiber des Wachstums ist wie schon in den vergangenen Jahren der private Konsum - als Folge der gestiegenen Kaufkraft, zu der die Tariferhöhungen der IG Metall maßgeblich beigetragen haben.

Auch die Metall- und Elektroindustrie ist in guter Verfassung. Auslastung und Renditen haben Rekordniveau erreicht. Laut einer Befragung des Ifo-Instituts rechnen die Unternehmen damit, dass die Produktion weiter steigen wird.


Wahloption auf Reduzierung der Arbeitszeit bis auf 28 Stunden

Mit ihrer Forderung nach einer Wahloption auf Reduzierung der Arbeitszeit will die IG Metall mehr Flexibilität für die Beschäftigten erreichen. Zwar sind die Arbeitszeiten in den letzten Jahren immer flexibler geworden, allerdings vor allem zum Vorteil der Unternehmen: 57,3 Prozent der Beschäftigten machen Überstunden, fast die Hälfte arbeitet samstags, ein Viertel sogar sonntags. Und gut ein Drittel arbeitet Schicht. Das zeigt eine Befragung der IG Metall unter bundesweit 680.000 Beschäftigten.


Die Beschäftigten wollen mehr Planbarkeit und mehr Selbstbestimmung über ihre Arbeitszeit und damit mehr Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Lebens. Auch das zeigt die Beschäftigtenbefragung der IG Metall. 82 Prozent würden gerne vorübergehend kürzer arbeiten. 89 Prozent wünschen sich, dass sie ihre Arbeitszeit kurzfristig an ihre Bedürfnisse anpassen können.


Miteinander für morgen

Diese Wünsche greift die IG Metall mit ihrer Forderung unter dem Motto "Miteinander für morgen" auf. Arbeitszeiten müssen zum Leben passen. Die Mitglieder der IG Metall sollen einen individuellen Anspruch darauf bekommen, ihre Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden in der Woche zu reduzieren, bis zu zwei Jahre lang. Dies kann bedeuten, dass sie jeden Tag etwas kürzer arbeiten, dass sie einen Tag in der Woche frei bekommen, dass sie zusätzliche Freischichten nehmen können oder auch eine längere Auszeit am Stück. Dieser Anspruch schließt ein, dass die Beschäftigten im Anschluss wieder zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren - anders als bei der gesetzlichen Teilzeit, bei der es kein Recht zur Rückkehr auf Vollzeit gibt.


Die Arbeitgeber lehnen die Forderung der IG Metall ab. Sie sagen, dass eine Option auf Reduzierung der Arbeitszeit den Fachkräftemangel verschärft.


Arbeitszeiten müssen zum Leben passen

Das sieht die IG Metall anders. Gerade wer für Fachkräfte attraktiv sein will, der muss tariflich geregelte Ansprüche auf flexible Arbeitszeiten anbieten - Arbeitszeiten, die sich auch an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensphasen der Beschäftigten orientieren.


Hinter den Kulissen haben das auch die Arbeitgeber längst erkannt. Das von ihnen finanzierte Institut der deutschen Wirtschaft kommt zu dem Schluss: "Lebenszyklusorientierte Personalpolitik", die sich den Bedürfnissen der Beschäftigten orientiert, ist "ein Gewinn für alle" - doch nur acht Prozent der Unternehmen setzen das auch wirklich um.


Das sagen Beschäftigte zur Arbeitszeitforderung:

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© Stefan Pilz

Jürgen Köhler, Daimler, Kassel

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© Gordon Welters

Ronald Gräbitz, Hydro Aluminium, Hamburg

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Tarif

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Werner Bachmeier
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Fahrplan Metall-Tarifrunde 2018
 

  • Im Oktober haben die regionalen Tarifkommissionen und der Vorstand der IG Metall das Forderungspaket beschlossen.
  • Am 15. November war Verhandlungs- auftakt.
  • Am 6. Dezember sind die zweiten Verhandlungsrunden gestartet.
  • Die Entgelt-Tarifverträge laufen zum 31. Dezember 2017. Dann endet auch die Friedenspflicht und Warnstreiks sind möglich.
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