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Metall und Elektro: Tarifabschluss für Sachsen-Anhalt. Foto: IG Metall

Metall und Elektro: Tarifabschluss für Sachsen-Anhalt

Jobpaket auch für Sachsen-Anhalt

03.03.2010 Ι Die IG Metall und der Arbeitgeberverband haben für die Metall- und Elektrobranche in Sachsen-Anhalt ebenfalls ein Jobpaket geschnürt. Die 40 000 Beschäftigen erhalten mehr Geld und eine Jobsicherung. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung wurde den regionalen Besonderheiten angespasst.

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband in Sachsen-Anhalt übernehmen die in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vereinbarten Entgelterhöhungen. Weiterhin verständigten sie sich auf einen Tarifvertrag "Beschäftigungssicherung in der Krise". Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bewertete das Tarifergebnis als guten Kompromiss. Die Arbeitgeber seien bereit, zusätzliche betriebliche Qualifizierungsmöglichkeiten für junge, engagierte Menschen mit der IG Metall beraten zu wollen. Davon profitierten junge Menschen und Arbeitgeber gleichermaßen.

Mehr Geld
Die 40 000 Beschäftigen in Sachsen-Anhalt erhalten für Mai 2010 bis März 2011 einmalig 320 Euro, die im Mai und Dezember 2010 jeweils mit 160 Euro ausgezahlt werden. Die Auszubildenden erhalten insgesamt 120 Euro. Zum 1. April 2011 steigen die Löhne um 2,7 Prozent. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages endet zum 31. März 2012.

Arbeitsplätze gesichert
Im Tarifvertrag "Beschäftigungssicherung in der Krise" haben die Tarifpartner eine tarifliche Kurzarbeit geregelt. Danach können Betriebe in Sachsen-Anhalt die Arbeitszeit auf maximal 28 Stunden mit einem Teillohnausgleich reduzieren. Diese tarifliche Kurzarbeit greift dann, wenn die gesetzliche Kurzarbeit ausgeschöpft ist. Die Arbeitnehmer arbeiten dann 28 Stunden, bekommen aber 30 Stunden und 15 Minuten bezahlt. Im Tarifvertrag wurden außerdem Maßnahmen zur Jobsicherung aufgenommen, die den besonderen Gegebenheiten in Sachsen-Anhalt angepasst sind. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung endet im Juni 2012.

Darüber hinaus verabredeten die IG Metall und die Arbeitgeber, sich im Laufe des Jahres über betriebliche Qualifizierungsmodelle und Weiterbildungsprogramme für Ausgebildete zu verständigen.

Weitere IG Metall-Bezirke wollen NRW-Tarifabschluss übernehmen
Am 3. März will der IG Metall-Bezirk Frankfurt das Jobpaket für die Beschäftigten in Thüringen verhandeln. Für Sachsen und Osnabrück-Emsland sind die Übernahmeverhandlungen am 4. März geplant.

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