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Betriebsratswahl 2014. Foto: IG Metall

Betriebsratswahl 2014

"... für die Menschen einsetzen"

17.01.2014 Ι Das sagt Stefanie Menne, Betriebsrätin bei der Firma Flextronics in Paderborn. Sie arbeitet dort als Prüferin in der Qualitätssicherung und ist seit 2010 im Betriebsrat. Wie das so ist als Betriebsrat und welche Erfahrungen sie bislang gemacht hat - das erklärt sie im Interview.

Stefanie, Du hast 2010 zum ersten Mal zum Betriebsrat kandidiert, wie kam es dazu?

Stefanie: Ich habe mich schon immer gerne für Menschen eingesetzt und wurde von einem Betriebsratsmitglied angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, bei der nächsten Wahl zu kandidieren. Seitdem kümmere ich mich um die Belange der Mitarbeiter.

Hast Du als Betriebsrätin etwas erreichen können?

Ja, alleine sowie auch im Gremium haben wir schon einiges erreichen können. Die Erfolge motivieren mich, weiter zu machen. Und wenn sich dann ein Mitarbeiter direkt bei mir bedankt, freue ich mich wirklich sehr.
 
Ist die Tätigkeit als Betriebsrätin nur Freude und Spaß oder ist dies auch anstrengend?
Das "Anstrengende" ist, dass man als Gewerkschafterin oder auch als Betriebsrätin so eine Art Prellbock ist, auf den die verschiedenen Interessen und Erwartungen aufprallen. Diesen Erwartungen kann ich leider nicht immer gerecht werden, obwohl ich es anstrebe. Bisher wurde aber immer eine Lösung zur Zufriedenheit der betroffenen Mitarbeiter gefunden. Freude macht es mir, mich auf verschiedenen Fachseminaren weiterzubilden und mich mit anderen Betriebsräten über Probleme auszutauschen.


Welchen Rat möchtest Du anderen geben, die jetzt überlegen, zum ersten Mal zu kandidieren?
Zum Betriebsrat kandidieren sollten Frauen und Männer, die eine gewisse "soziale Ader" haben, die Interesse an ihrer eigenen Weiterbildung haben, und bereit sind, dieses Wissen an die Belegschaft weiter zu geben. Es ist eine sehr umfangreiche Aufgabe, wo aber jeder Erfolg Freude bereitet. Ein Betriebsratsmitglied hat darüber zu wachen, dass die zugunsten der Belegschaft geltenden Gesetze, Verordnungen und Tarifverträge sowie Unfallverhütungsvorschriften und Betriebsvereinbarungen eingehalten werden.

 
Was ist für Dich im Betrieb wichtig?
Das wichtigste für mich ist, ein würdiges und geschätztes Umgehen miteinander. Der Mitarbeiter muss die Wertschätzung des Vorgesetzten spüren. Das ist wichtig für ein gutes Betriebsklima. Die Arbeitnehmer müssen sich frei bewegen können, sie brauchen Gestaltungsspielraum. Man muss darauf schauen, dass die Mitarbeiter auch die Chance haben, bis zum Renteneintritt arbeiten zu können.


Und was bedeutet die Gewerkschaft für Dich?
Eine Gewerkschaft ist die einzige Chance die Beschäftigte haben, stark genug zu sein, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Gemeinsam konnen wir erreichen, was du alleine nicht wirklich schaffen kannst.

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