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© Frank Rumpenhorst

1. Stahlgipfel, 22. Oktober 2018, Saarbrücken

Statement von Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, zum 1. Stahlgipfel in Saarbrücken

24.10.2018 Ι

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, zur Stahlallianz:

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, erwartet von der Stahlallianz industriepolitische Impulse für die Branche. Hofmann: "Die Stahlallianz soll deutlich machen, dass es gemeinsame Anstrengungen von Unternehmen und Politik braucht, damit die Branche im Wettbewerb dauerhaft bestehen kann". Der Gewerkschafter sieht die Stahlindustrie vor drei Herausforderungen: durch ein Überangebot auf den Weltmärkten (auch wenn China zuletzt Kapazitäten vom Markt genommen hat), durch Klimaschutz und Emissionshandel sowie durch die Digitalisierung.

Die deutschen Stahlunternehmen hätten gute Chancen, wenn sie innovative Produkte in umweltfreundlichen Produktionsprozessen herstellen, sagt Hofmann. "Dazu müssen die Forschungsaktivitäten verstärkt werden. Die Unternehmen sollen sich zu Forschungsverbünden zusammenschließen. Das ist der schnellste und erfolgreichste Weg, um Innovationen voranzubringen. Die Politik muss solche Kooperationen möglich machen." Auch Arbeitsplätze seien von Innovationen abhängig. Wenn Neuerungen ausblieben, sei Beschäftigung gefährdet.

In den vergangenen Jahren ist die Produktivität in der Stahlindustrie kräftig gestiegen. 1980 wurden in der Bundesrepublik 42 Mio. Tonnen Stahl von  270.000 Beschäftigten hergestellt. Heute wird dieselbe Menge von 85.000 Beschäftigten produziert. Die Digitalisierung wird einen weiteren Rationalisierungsschub bringen. Hofmann verlangt deshalb von den Unternehmen, dass sie ihre Anstrengungen bei der Qualifizierung verstärken. Zudem bräuchten Betriebsräte das Initiativrecht, um Weiterbildung verbindlich einfordern zu können.

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