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11.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Sachsen

"Nur mit einer Provokation abgespeist zu werden, ruft nach Protest"

Auch bei der zweiten Verhandlung für Sachsens Metall- und Elektroindustrie in Radebeul boten die Arbeitgeber nur zwei Prozent Plus für zwölf Monate sowie 200 Euro Einmalzahlung. Zudem forderten sie, die Arbeitszeit auszudehnen und Zuschläge entfallen zu lassen. Die IG Metall wies das als empörend und realitätsfern zurück. "Das Angebot zeigt, dass die Arbeitgeber die Arbeitsrealitäten ihrer Beschäftigten nicht im Blick haben",  sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen und Verhandlungsführer. Nur mit einer Provokation abgespeist zu werden, rufe nach Protest, so Höbel. Nach dem Ende der Friedenspflicht am 1. Januar 2018 werden die Belegschaften die Provokation der Arbeitgeber mit massiven Warnstreiks beantworten.

11.12.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Volkswagen AG

Verhandlungsauftakt bei Volkswagen ohne Entgegenkommen der Arbeitgeber

Die erste Verhandlung für die rund 130.000 Beschäftigten der Volkswagen AG ist heute ohne Ergebnis im Maritim Airport-Hotel in Langenhagen zu Ende gegangen. Der Konzern kam den Forderungen der IG Metall mit Verweis auf Renditeziele und Sondereffekte nicht entgegen. Das Forderungspaket umfasst die Erhöhung des Entgelts um sechs Prozent für zwölf Monate, eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung und die Verpflichtung zur Einstellung von Auszubildenden zur Bewältigung von Digitalisierung und Transformation.

08.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Sachsen-Anhalt

"Ab Januar 2018 werden wir zu Warnstreiks aufrufen"

Bei der zweiten Verhandlung in Sachsen-Anhalt, die von Metallerinnen und Metallern in Barleben lautstark begleitet wurde, lehnten die Arbeitgeber die Forderungen der IG Metall ebenfalls ab. Stattdessen unterbreiteten sie ein Angebot, das sie an Bedingungen knüpften: Nur wenn die IG Metall umfangreichen Ausweitungsmöglichkeiten der Arbeitszeiten zugunsten der Unternehmen zustimmt, gibt es einmalig 200 Euro + zwei Prozent Entgelterhöhung für insgesamt 15 Monate. IG Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger bezeichnete die Offerte der Arbeitgeber als "unverschämt". Zudem sei das Niveau angesichts der glänzenden wirtschaftlichen Situation inakzeptabel mickrig. Die Antwort der IG Metall komme laut Gröger aus den Betrieben: "Ab Januar 2018 werden wir zu Warnstreiks aufrufen." Die Verhandlungen für Sachsen-Anhalt werden am 19. Januar fortgesetzt.

08.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Küste

"So kommen wir am Verhandlungstisch nicht weiter"

"So kommen wir am Verhandlungstisch nicht weiter. Die Arbeitgeber müssen kräftig nachlegen. Ihr Angebot ist der Rede nicht wert", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nach der zweiten Verhandlung für die Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie in Lübeck. Auch dort kam von den Arbeitgebern die gleiche Offerte: Zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 200 Euro gibt's nur dann, wenn die 35-Stunden-Woche aufgehoben wird. Auch eine bezahlte Freistellung vor Prüfungen lehnen sie kategorisch ab. Unter dem Motto "Für mehr Puste vor Prüfungen" hatte sich die IG Metall Jugend mit einer Luftballonaktion für die Forderung stark gemacht. Insgesamt begleiteten mehr als 250 Metallerinnen und Metaller die Verhandlungen in Lübeck. Die dritte Verhandlung ist am 18. Januar 2018 in Bremen.

06.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Kein Fortschritt bei der zweiten Runde in Darmstadt

Etwa 1200 Metallerinnen und Metaller läuteten die zweite Runde für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in Darmstadt ein. IG Metall-Verhandlungsführer Jörg Köhlinger bezeichnete das von den Arbeitgebern angekündigte Angebotspaket als "sehr kleines Päckchen": "200 Euro Einmalzahlung für drei Monate und dann eine Steigerung der Entgelte um zwei Prozent sind völlig konträr zur hervorragenden Gewinnsituation der Branche." Zudem scheinen den Arbeitgebern die Anliegen der Beschäftigten egal zu sein, so Köhlinger. Stattdessen verknüpften sie ihr Angebot mit einer Ausweitung der Arbeitszeiten. "Doch gerade hier fordern unsere Mitglieder verbindliche Rechte auf individuelle Verkürzung." Die nächste Verhandlung für die Mittelgruppe ist am 18. Januar 2018. Die Friedenspflicht endet zum 31. Dezember 2017.

06.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Bayern

"Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation und nicht verhandlungsfähig"

Zur zweiten Verhandlung für die bayerische Metall- und Elektroindustrie in München präsentierten die Arbeitgeber ein erstes Angebot: Zwei Prozent mehr Entgelt für 15 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro. Das Thema Arbeitszeit ignorierten sie komplett. IG Metall-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Jürgen Wechsler sprach von einer "Provokation". Das Entgeltangebot sei angesichts der sehr guten Wirtschaftslage völlig inakzeptabel. "Darüber hinaus erwarten wir selbstverständlich auch ein Angebot zum Thema Arbeitszeit. Die IG Metall hat ein Paket mit den Themen Entgelt und Arbeitszeit gefordert, und wir verhandeln auch nur über ein Paket", so Wechsler. Zuvor hatten über 4000 Metallerinnen und Metaller vor dem Haus der Bayerischen Wirtschaft demonstriert, wo die Gespräche stattfanden. Die dritte Verhandlung ist am 15. Januar 2018 in Nürnberg. Am 31. Dezember endet die Friedenspflicht, ab 1. Januar sind Warnstreiks möglich.

06.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Niedersachsen

"Angebot ist inakzeptabel mickrig"

Zum Auftakt der zweiten Runde in Niedersachsen versammelten sich mehr als 500 Beschäftigte vor dem Verhandlungshotel in Hannover. Auch dort legten die Arbeitgeber ein Angebot auf den Tisch, das sie an Gegenforderungen knüpften: Die 200 Euro Einmalzahlung und zwei Prozent Entgelterhöhung ab 1. April 2018 für 15 Monate soll es nur dann geben, wenn die wöchentliche Arbeitszeit umfassend ausgeweitet werden kann, Zuschläge wegfallen und befristete Beschäftigungsmöglichkeiten ausgedehnt werden können. Den Achtstundentag stellten sie in Frage. IG Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger kritisierte das Verhalten der Arbeitgeber als "unverschämt" und kündigte ab Januar Warnstreiks an. "Wer die Bedürfnisse der Beschäftigten nicht zur Kenntnis nimmt und auf unsere Argumente nicht hören will, der wird die Empörung aus den Betrieben zu spüren bekommen." Der nächste Verhandlungstermin ist am 16. Januar 2018 in Hannover.

22.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Thüringen

Arnstad: "Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt"

Ohne Annäherung: Auch die erste Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen endet ergebnislos. Vor Beginn der Verhandlungen haben fast 200 Metallerinnen und Metaller in Arnstadt für die Tarifforderungen demonstriert. IG Metall-Verhandlungsführer Jörg Köhlinger: "Die Thüringer Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Sie haben heute die begründeten Ansprüche der Arbeitnehmer an eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben rundweg abgelehnt und kein Angebot für eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen vorgelegt".

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