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Arbeitslexikon

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Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer auf Grund von Krankheit seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr ausüben kann. Auch wenn die weitere Tätigkeit die Gefahr bergen würde, dass sich die Erkrankung verschlimmert, ist der Beschäftigte arbeitsunfähig. Entscheidend bei der Beurteilung sind die konkreten Bedingungen der bisherigen Tätigkeit.

Die Arbeitsunfähigkeit besteht auch während sogenannten Wiedereingliederungsphase - der stufenweisen Wiederaufnahme der Arbeit nach längerer Krankheit - fort. Beschäftigte sind auch während eines Krankenhausaufenthaltes und in der medizinischen Rehabilitationsphase arbeitsunfähig. Ein arbeitsunfähig erkrankter Arbeitnehmer hat er nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz Anspruch auf Fortzahlung seines Lohns für höchstens sechs Wochen. Ab der siebenten Woche bekommt er von der Krankenkasse ein Krankengeld.

Der Arbeitnehmer ist gesetzlich verpflichtet, den Arbeitgeber über seine Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer der Erkrankung - nicht aber über die Art der Erkrankung, unverzüglich zu informieren. Bei einer Arbeitsunfähigkeit, die länger als drei Kalendertage dauert, muss der Beschäftigte eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit vorlegen. Der Arbeitgeber kann aber diese Bescheinigung auch schon nach weniger als drei Kalendertagen verlangen.

Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig gemeldet, muss er alles tun, um gesund zu werden. Das heiß aber nicht, dass er dauernd zu Hause bleiben muss. Wenn zum Beispiel psychische Probleme die Ursache für die Arbeitsunfähigkeit sind, können Sport oder andere Außer-Haus-Aktivitäten der Gesundung sogar förderlich sein.

November 2013

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