Jugend Meine IG Metall Mitglied werden

Der Kampf um die 35-Stunden-Woche
Vor 35 Jahren begann der Streik um die 35-Stunden-Woche

Vor 35 Jahren erkämpften wir schrittweise die Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden in der westdeutschen Metallindustrie. Der Arbeitskampf mit Streik und Aussperrung dauerte fast sieben Wochen.


„Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen“, lautet der Slogan der IG Metall. Fast sieben Wochen lang streikten 1984 die Beschäftigten in der westdeutschen Metallindustrie – für die Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden in der Woche. Arbeit soll menschlicher werden. Zudem will die IG Metall durch eine verkürzte Arbeitszeit Arbeitsplätze für die 2,5 Millionen Erwerbslosen schaffen.

Die Arbeitgeber halten dagegen: „Keine Minute unter 40 Stunden.“ Die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) ist auf ihrer Seite.

Der Streik beginnt am 14. Mai 1984 im Tarifgebiet Nordwürttemberg/Nordbaden, eine Woche später auch in Hessen. Insgesamt treten 57 500 Beschäftigte in 23 Betrieben in den Streik, versammeln sich vor den Werkstoren und feiern Streikfeste.

500 000 Beschäftigte sind ausgesperrt

Doch dabei bleibt es nicht. Die Arbeitgeber eskalieren den Arbeitskampf. Sie sperren Beschäftigte aus, aus Betrieben, wo gar nicht gestreikt wird – auch außerhalb der Streikgebiete Nordwürttemberg/Nordbaden und Hessen. Bald stehen 500 000 Ausgesperrte von den Toren, ohne Lohn – und das Arbeitsamt will nichts zahlen. Wir geraten finanziell unter Druck.

Bundesweit protestieren hunderttausende Beschäftigten gegen die Aussperrung. Am 28. Mai kommen 250 000 zur Demo in die Bundeshauptstadt Bonn.

Am 26. Juni 1984 gelingt endlich die Einigung. Die 40-Stunden-Mauer ist gebrochen. Die 35-Stunden-Woche kommt schrittweise bis 1995.

Tarifrunden - Metall und Elektro
Neu auf igmetall.de
Mitglied werden
Werde Teil einer starken Gemeinschaft

Von Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern – wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.

Online beitreten

Newsletter bestellen