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Bessere Kurzarbeit im Kfz-Handwerk
IG Metall sichert mehr Geld bei Kurzarbeit im Kfz-Handwerk

Im Kfz-Handwerk hat die IG Metall in vielen Regionen Aufzahlungen auf das Kurzarbeitergeld durchgesetzt, um die Folgen der Corona-Krise für die Beschäftigten abzufedern. Dazu kommen spezielle Vereinbarungen, die IG Metall und Betriebsräte in den Betrieben durchsetzen.


Die Autohäuser und Kfz-Werkstätten federn Arbeitsausfälle durch die Corona-Krise durch Kurzarbeit ab. In den meisten Regionen erhalten die Beschäftigten zudem Aufzahlungen auf ihr Kurzarbeitergeld. Statt 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) des letzten Nettoentgelts gibt es 80 oder 90 Prozent. Das hat die IG Metall durchgesetzt.

Gerade hat die IG Metall in Niedersachsen eine Aufzahlung des Kurzarbeitergelds auf 90 Prozent mit den Arbeitgebern ausgehandelt.

Im Kfz-Handwerk Bayern sind bei Kurzarbeit 90 Prozent des Nettos gesichert. Bei Kürzungen der Arbeitszeit um bis zu 10 Prozent zahlt der Arbeitgeber weiter das normale Entgelt.

Die gleiche tarifliche Regelung gilt auch in Sachsen.

In vielen Regionen Aufzahlungen gesichert

In Baden-Württemberg sind 80 Prozent des Nettos gewährleistet. Bei einer Kürzung der Arbeitszeit bis herunter auf 33 Stunden in der Woche gibt es gar keine Entgeltkürzung – sondern 100 Prozent des normalen Entgelts vom Arbeitgeber.

Auch in Berlin und Brandenburg hat die IG Metall gerade eine Aufzahlung auf mindestens 80 Prozent durchgesetzt.

In vielen weiteren Tarifgebieten konnte die IG Metall durchsetzen, dass Arbeitgeber auf die Kurzarbeit aufzahlen, sobald die Arbeitszeit auf unter 27 oder 26 Stunden in der Woche sinkt. Dadurch ist gesichert, dass Beschäftigte deutlich mehr als die gesetzlichen 60 oder 67 Prozent ihres Nettos erhalten.


Besser geschützt mit Tarif und Betriebsrat

Die Beschäftigten in Kfz-Betrieben mit IG Metall-Tarif sind insgesamt deutlich besser vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise geschützt als Betriebe ohne Tarif.

„Bei uns ist bereits der Großteil der Belegschaft auf Kurzarbeit Null. Und unsere Beschäftigten bekommen mit, dass sie durch unsere Aufzahlung auf 90 Prozent deutlich weicher fallen als ihre Bekannten in anderen Betrieben, wo es nur die gesetzlichen 60 oder 67 Prozent gibt“, berichtet Monika Bauer, Betriebsratsvorsitzende Auto & Service PIA im bayerischen Weilheim.

„Gerade jetzt in Zeiten der Kurzarbeit wird noch mal ganz klar, was für einen Unterschied es macht, ob Du die IG Metall im Rücken hast. Beschäftigte, die noch nicht Mitglied sind und trotzdem davon profitieren, dass die anderen für sie mit ihren Mitgliedsbeiträgen für sie mitbezahlen, sollten sich das jetzt noch mal genau überlegen.“

Zu den Aufzahlungen auf das Kurzarbeitergeld, die die IG Metall in Flächentarifverträgen durchgesetzt hat, kommen Regelungen, die IG Metall und Betriebsräte in den Unternehmen durchsetzen. Bei der Muttergesellschaft von Auto & Service PIA, der Volkswagen Group Retail Deutschland (VGRD) etwa erhalten alle rund 8500 Beschäftigten bundesweit eine Aufzahlung von 90 Prozent, auch wenn in ihrem regionalen Tarifvertrag weniger festgeschrieben ist.

Corona-Krise
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