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IG Metall verhandelt höheres Kurzarbeitergeld
Mehr Kurzarbeitergeld für Kontraktlogistiker bei Ceva

Die Industrie fährt herunter wegen Corona. Bei den großen Autobauern sind die Beschäftigten gut abgesichert, dank Aufzahlung aufs Kurzarbeitergeld. Doch was ist mit ihren Dienstleistern, etwa den Logistikern? In Wolfsburg haben IG Metall und Betriebsräte für sie Aufzahlungen durchgesetzt.


„Als die Nachricht kam, dass das VW-Werks wegen Corona die Produktion stoppt, war schon erst mal Unruhe“, meint Ingolf Meyer, Betriebsrat beim Kontraktlogistiker Ceva in Wolfsburg. Die Ceva-Beschäftigten versorgen die Montagebänder in den VW-Werkshallen mit Teilen. Stopp bei VW heißt somit auch sofortiger Stopp bei Ceva.
 

13 Prozent mehr Kurzarbeitergeld für die Beschäftigten bei Ceva

Doch in Teammeetings konnten die Betriebsräte und IG Metall-Vertrauensleute schnell beruhigen: Eure Arbeit ist sicher. Auch wir gehen in Kurzarbeit und bekommen Kurzarbeitergeld. Und da die Betriebsräte gemeinsam mit der IG Metall eine Aufzahlung vom Arbeitgeber durchgesetzt haben, gibt es nicht nur 60 Prozent vom Netto – 67 Prozent mit Kindern, sondern noch mal 13 Prozent vom Arbeitgeber obendrauf. Das bedeutet 73 Prozent vom Netto – mit Kindern 80 Prozent. Das ist ein deutlich weniger harter Einschnitt für die Beschäftigten.

Bei den anderen Kontraktlogistik-Dienstleistern von VW in Wolfsburg haben Betriebsräte und IG Metall ähnliche Regelungen wie bei Ceva erreicht. Und auch die Leiharbeiter bekommen die Aufzahlung.


IG Metall verhandelt mit Kontraktlogistik-Arbeitgebern

Derzeit laufen noch Verhandlungen mit den Kontraktlogistik-Arbeitgebern. IG Metall und Betriebsräte wollen mehr als 80 Prozent für die Beschäftigten.

Als die Beschäftigten der Kontraktlogistiker vor einigen Jahren anfingen, sich in der IG Metall zu organisieren, Betriebsräte zu gründen, sich zu vernetzen und Tarifverträge mit fairen Löhnen zu fordern, setzten sie sich ein Ziel: Sie wollen die gleichen Entgelte und Arbeitsbedingungen wie die Beschäftigten der VW-Servicetochter Volkswagen Group Services. Das gilt auch für die Kurzarbeit jetzt.


„Wir wollen keine Zwei-Klassen-Belegschaft“

„Bei der Volkswagen Group Services haben wir annähernd 100 Prozent Aufstockung erzielt. Das ist auch unsere Richtschnur für die tarifierten Kontraktlogistiker in Niedersachsen“, erklärt Frederic Speidel von der IG Metall Niedersachsen-Sachsen-Anhalt. „Wir sind an der Seite der Logistik-Beschäftigten hier im VW-Werk Wolfsburg und an allen anderen Standorten. Wir wollen keine Zwei-Klassen-Belegschaft. Die Verhandlungssituation ist schwierig, weil die Corona-Krise mit dem Stopp des VW-Werks jetzt doch schneller über uns hereinbricht, als wir alle gedacht hätten.“

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