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Warnstreikauftakt: Stahl-Beschäftigte machen Druck bis zur dritten Verhandlung

© Thomas Range

Warnstreikauftakt: Stahl-Beschäftigte machen Druck bis zur dritten Verhandlung

Stahlkocher protestieren für besseres Arbeitgeberangebot

07.03.2017 Ι Die Stahkwerker sind im Warnstreikmodus: Mehr als 3000 Beschäftigte der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben heute die Arbeit niedergelegt und für ein besseres Angebot der Arbeitgeber demonstriert. Bis zur nächsten Verhandlung am 16. März wollen die Stahl-Beschäftigten den Druck erhöhen.

Den Startschuss zu den Warnstreiks gaben die Stahl-Arbeitgeber am 6. März in Essen: Mit ihrem mickrigen Angebot von nur 1,3 Prozent mehr Geld sind die Beschäftigten nicht mehr in den Betrieben zu halten.

"Die Arbeitgeber sagen mehr als 1,3 Prozent für 15 Monate seien aufgrund der Zukunftsrisiken nicht drin. Diese Risiken sind uns bewusst und wir kümmern uns darum. Aber in der Tarifrunde geht es ums das hier und jetzt. Die Stahlindustrie ist jetzt in einer stabilen Lage. Die Inflationsrate steigt jetzt deutlich. Darum haben die Beschäftigten jetzt mehr verdient", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler beim Warnstreikauftakt in Duisburg.
 


Druck bis zur dritten Runde

Rund 3000 Beschäftigte von Thyssenkrupp Steel Europe Hamborn, ArcelorMittal Hochfeld und Ruhrort, KBS Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern folgten dem Warnstreikaufruf der IG Metall und ließen für etwa zwei Stunden die Arbeit ruhen. Ihnen folgten am Nachmittag noch mal rund 350 Warnstreikende von der Outokumpu Nirosta GmbH in Dillenburg.

 

Doof

Die IG Metall wird in den nächsten Tagen den Druck erhöhen und weiter zu Warnstreiks aufrufen, unter anderem bei Thyssenkrupp Steel Europe, Werk Hüttenheim, bei tkSE Grobblechwerke sowie bei WISCO Tailored Blanks GmbH.

Die IG Metall fordert 4,5 Prozent mehr Geld und will die Tarifverträge zur Altersteilzeit und zu Werkverträgen weiterführen. Am 16. März verhandeln die Tarifparteien in der dritten Runde weiter. Bis dahin wollen die Stahl-Beschäftigten den Druck erhöhen, um die Arbeitgeber zu einem ordentlichen Angebot zu bewegen.

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