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Stahlindustrie Saarland: Erste Verhandlung bringt Tarifabschluss
2,3 Prozent mehr Geld für Saar-Stahl-Beschäftigte

Die 15 000 Beschäftigten der saarländischen Stahlindustrie erhalten mehr Geld. Die IG Metall konnte in der ersten Verhandlung in Saarbrücken mit den Arbeitgebern einen Tarifabschluss erzielen, wonach die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab April 2016 um 2,3 Prozent steigen.


Der Abschluss kam in der Nacht vom 26. auf den 27. Januar zustande, den Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, als „vertretbaren Kompromiss angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der saarländischen Stahlindustrie“ wertete. Die IG Metall habe diese schwierige, vor allem durch Dumpingimporte verursachte, Lage durchaus im Blick, so Köhlinger. Dennoch haben die Beschäftigten angesichts der harten und belastenden Arbeit einen berechtigten Anspruch auf eine angemessene Entgelterhöhung.

Erste Verhandlung bringt Tarifabschluss

Wie zuvor in der nordwest- und ostdeutschen Stahlbranche beschert das Tarifergebnis den Beschäftigten der Stahlindustrie an der Saar, in Wetzlar und in Kehl ab April 2,3 Prozent mehr Geld. Für Februar und März erhalten sie einmalig 200 Euro. Für die Auszubildenden gibt es 160 Euro. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2017.

Darüber hinaus wollen Arbeitgeber und Betriebsräte prüfen, inwiefern die Zahl der Ausbildungsplätze in den Stahlbetrieben erhöht werden kann. Zudem vereinbarten die Tarifparteien, den Tarifvertrag zu den Werkverträgen wieder in Kraft zu setzen und zu konkretisieren. Damit können Betriebsräte mehr Einfluss nehmen.

Heute berät die Tarifkommission der IG Metall über die Annahme des Verhandlungsergebnisses.

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