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Kraftfahrzeuggewerbe: Tarifabschluss in Bayern beschert ordentliches Plus. Foto: Ikonoklast/Panthermedia

Kraftfahrzeuggewerbe: Tarifabschluss in Bayern beschert ordentliches Plus

Mehr Geld für die bayerischen Kfz-Beschäftigten

18.05.2015 Ι In der zweiten Verhandlung haben IG Metall und Kfz-Arbeitgeber in Bayern ein Tarifergebnis erzielt, das den Beschäftigten ein ordentliches Plus bringt: Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen ab Juni um drei Prozent und ab Oktober 2016 kommen noch mal weitere 2,8 Prozent hinzu.
Auch wenn's zunächst in München zäh und langwierig verlief - am Ende des zweiten Anlaufs waren sich alle einig und kamen schnell und gut zur Sache: Am 13. Mai konnten sich IG Metall und Arbeitgeber am Nachmittag auf einen Abschluss einigen, der sich sehen lassen kann und den bayerischen Kfz-Beschäftigten zuerst ein Plus von drei, dann ein weiteres von 2,8 Prozent beschert.

Eckpunkte des neuen Entgelttarifvertrags

Ab 1. Juni 2015 steigen Löhne und Gehälter um drei Prozent und die Ausbildungsvergütungen zwischen 21 und 25 Euro. Ab Oktober 2016 folgt ein weiteres Plus von 2,8 Prozent. Für die Azubis kommen nochmals 20 bis 24 Euro dazu. Außerdem verabredeten die Tarifvertragsparteien, dass eine technische Kommission die Eingruppierungsbeispiele und Regelungen für Verkäufer überarbeitet.

Der neue Entgelttarifvertrag endet am 31. Mai 2017.

Nächste Verhandlungsrunden

Heute verhandelt die IG Metall für die Pfälzer Kfz-Beschäftigten. Am 20. Mai geht es im Südwesten in die dritte Runde und einen Tag darauf geht's im Saarland weiter. Mit dem Ende der Friedenspflicht sind seit 30. April Warnstreiks möglich. Verhandlungsbegleitend will die IG Metall in Baden-Württemberg um den 20. Mai zu weiteren Warnstreiks aufrufen.

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Wozu sind Tarifverträge gut?

Tarifverträge regeln Löhne, Gehälter und Vergütungen für Auszubildende - aber auch die Zahl der Urlaubstage, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und wie lange Beschäftigte arbeiten müssen. Ohne Tarifverträge sind die Arbeitszeiten länger und der Urlaub kürzer - laut Gesetz nur 20 Arbeitstage. Meist gelten die Tarifverträge für ein Jahr oder auch länger. Wenn sie ablaufen, wird über neue verhandelt.

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