IG Metall
IGMetall.de - Springe direkt:
Inhalt
     
Arbeitszeitverlängerung - Rückschritt in die Achtziger Jahre. Foto: IG Metall

Arbeitszeitverlängerung - Rückschritt in die Achtziger Jahre

Kürzer arbeiten, statt Menschen zu entlassen

14.07.2009 Ι Bis zum Beginn der Wirtschaftskrise wurden den Arbeitnehmern immer größere Zumutungen aufgebürdet. Die Standortsicherung in globalen Märkten erforderten angeblich längere, härtere und flexiblere Arbeit. Das Ergebnis dieser Politik ist ein Rückschritt für die Beschäftigten.

Allen Klagen der Arbeitgeber zum Trotz: Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Arbeitnehmer in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. So kletterte die reale Arbeitszeit zuletzt auf über 40 Wochenstunden. Bei den realen Arbeitszeiten handelt es sich nicht um die kürzeren tariflich vereinbarten Wochenarbeitszeiten. Vielmehr entsprechen sie der tatsächlich gearbeiteten Zeit - inklusive Überstunden.



Diese "Ökonomie der Maßlosigkeit" hat nicht nur dafür gesorgt, dass die Gesundheit der Beschäftigten zusätzlich belastet wird. Vielmehr hat sie die aktuelle Krise mit verursacht und hinterlässt in den Betrieben gespaltene Situationen: Einerseits werden Überstunden abgebaut und viele Bereiche sind von Kurzarbeit betroffen. Über allem schwebt das Damoklesschwert in Gestalt von Massenentlassungen.

Auf der anderen Seite werden die Arbeitszeiten ausgeweitet - oftmals sogar in den gleichen Unternehmen. So sind beispielsweise Forschungs- und Entwicklungsabteilungen häufig von Arbeitszeitverlängerungen betroffen .

Doch nicht zuletzt die Kurzarbeit zeigt, dass kürzere Arbeitszeiten eine beschäftigungssichernde Wirkung haben. Überlange Arbeitszeiten zu reduzieren sichert Arbeitsplätze und trägt zum Erhalt der Gesundheit bei. "Stunden erlassen - nicht Menschen entlassen" ist eine hochaktuelle Orientierung in der Krise.

Themen

Alles rund um Ihren Arbeitsplatz.

Links und Zusatzinformationen
Servicebereich