Sie hatten seit 11 Jahren keine Lohnerhöhung. Ihr Chef weigert sich, über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Mit ihrem siebten Warnstreik seit November haben die Beschäftigten im Kabelwerk Meißen nun den Druck erhöht.
Seit 11 Jahren hatten sie keine Lohnerhöhungen mehr. Deshalb haben sich die Beschäftigten in der IG Metall organisiert und eine Tarifkommission gewählt. Sie fordern einen Tarifvertrag. Doch die Geschäftsleitung weigert sich hartnäckig zu verhandeln.
Gestern machten die Kabelwerk-Beschäftigten in allen drei Schichten mit ihrem nunmehr siebten Warnstreik seit November für ihre Forderungen Druck. Wegen der hohen Corona-Inzidenzzahlen in Meißen verzichtete die IG Metall Riesa auf Aktionen am Werk und schickte die Beschäftigten nach einer kurzen Informationsansprache gleich nach Hause.
Was die 130 Beschäftigten jetzt gerade noch einmal besonders ärgert: Die ganze Zeit erklärt ihnen die Geschäftsführung, es wäre kein Geld da – und hat nun drei neue Berater engagiert.
In den Wochen vor Weihnachten und am ersten Arbeitstag 2021 legten die Beschäftigten bereits jeweils für mehrere Stunden die Arbeit nieder.
In einer gemeinsamen Erklärung erläuterten die Mitglieder der Tarifkommission den Anlass ihrer Protestaktion: „Jetzt wird der Konflikt noch mehr in die Öffentlichkeit getragen. Wir wollen mit unseren Plakaten auf die anhaltende Verweigerungshaltung der Geschäftsführung im Kabelwerk aufmerksam machen. Weiterhin weigert sich unser Geschäftsführer, mit der IG Metall Tarifverhandlungen zu führen. Die Plakate werden jetzt in den kommenden Wochen die Öffentlichkeit genau darauf aufmerksam machen: Wir im Kabelwerk Meißen wollen unseren Tarifvertrag!“
Solidarität gewinnt – in der aktuellen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall 8 Prozent mehr Geld. Alle News in unserem Ticker.
Gemeinsam lässt sich mehr erreichen und vieles durchsetzen. Diese Erkenntnis ist aktueller denn je. Gerade heute erfahren immer mehr Beschäftigte, wie wichtig der Zusammenhalt in einer starken Gewerkschaft ist.
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