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Urlaub: mehr mit Tarif
Schöner und länger Urlaub machen mit Tarif

Endlich Ferien, endlich Urlaub. Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben sind hier klar im Vorteil. Denn mit Tarif gibt es nicht nur mehr Urlaubstage, sondern auch ein Extra für die Reisekasse. Allerdings muss etwa die Hälfte der Arbeitnehmer auf Urlaubsgeld verzichten.


Längst nicht jeder kommt hierzulande in den Genuss von Urlaubsgeld. Nur knapp die Hälfte aller Beschäftigten hat das Glück – wie das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung in einer neuen Online-Befragung (PDF) ermittelt hat.

Ob und wie viel Urlaubsgeld es gibt, hängt unter anderem von der Branche, der Betriebsgröße und der Berufserfahrung ab. Je größer der Betrieb, umso eher landet etwas in der Urlaubskasse. Und je länger ein Berufsleben dauert, umso größer die Chance darauf.


Urlaubsgeld


Mit Tarif Chancen auf Urlaubsplus größer

Zweifellos profitieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einem Ferienplus, wenn ihr Arbeitgeber tarifgebunden ist. Das betrifft laut WSI-Tarifarchiv 69 Prozent der Beschäftigten. Dagegen können sich nur 36 Prozent auf Urlaubsgeld freuen, deren Chef nicht tarifgebunden ist. Die Höhe der tariflichen Extras unterscheidet sich je nach Branche sehr stark. Die Urlaubsgeldspanne liegt in diesem Jahr zwischen 155 und 2450 Euro in der mittleren Entgeltgruppe.

Am großzügigsten bedacht werden Beschäftigte mit IG Metall-Tarif in der Eisen- und Stahlindustrie, in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie und in der Metall- und Elektroindustrie. Sie erhalten im Schnitt deutlich über 2000 Euro zusätzliches Urlaubsgeld im Jahr. 50 Prozent des Durchschnittseinkommens beträgt das Urlaubsplus in den Branchen, für die IG Metall-Tarifverträge gelten.


Sechs Wochen Zeit zum Relaxen

Und nicht zu vergessen: Metallerinnen und Metaller haben Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr. Die sind nicht überall selbstverständlich. Per Gesetz sind nur 24 Tage vorgeschrieben – und die auch nur für Beschäftigte, die sechs Tage in der Woche arbeiten. Bei einer Fünf-Tage-Woche muss der Chef nach dem Gesetz seinen Arbeitnehmern sogar nur 20 freie Tage genehmigen.

Sechs Wochen – so lange haben auch Metallerinnen und Metaller 1978 und 1979 in der Stahlindustrie für mehr Urlaub gestreikt. Das Ergebnis war ein Stufenplan, an dessen Ende 30 Tage Urlaub standen und die seit 1981 in den IG Metall-Tarifverträgen festgeschrieben sind.

Sechs Wochen und das Extra für die Ferienkasse: Damit lässt es sich schon mal gut Urlaub machen.

Besser mit Tarif
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