Betriebsratswahl 2026
Betriebsratswahlen: Bislang 75 Prozent für die IG Metall

Trotz schwieriger Zeiten: Bei den Betriebsratswahlen 2026 gingen nach Auszählung der Hälfte der Betriebe in den Branchen der IG Metall rund 75 Prozent der Stimmen an die IG Metall. Damit zeichnet sich ein leichtes Plus gegenüber der letzten Wahl ab (2022: 71,9 Prozent).


18. Juni 202618. 6. 2026


Bei den Betriebsratswahlen 2026 holte die IG Metall bislang rund 75 Prozent der Mandate in ihren Branchen. Nach Auszählung von rund der Hälfte der Betriebe zeichnet sich damit ein leichtes Plus für das „Team IG Metall“ gegenüber der letzten Wahl 2022 ab (71,9 Prozent).

Der Anteil der Frauen ist gestiegen – und vor allem auch der Anteil der jüngeren Betriebsräte: 15 Prozent sind zwischen 18 und 35 Jahre alt. 38 Prozent der Betriebsratsmitglieder wurden erstmals gewählt.

Die Wahlen sind seit dem 31. Mai beendet. Das Endergebnis der BR-Wahlen 2026 wird im Herbst vorliegen.

„In schwierigen Zeiten, in denen viele Betriebe wirtschaftlich vor Herausforderungen stehen und den Belegschaften viel zumuten, haben die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall ihr Vertrauen ausgesprochen“, erklärt Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall. „Die bisherigen Ergebnisse zeigen: Die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall in den Betrieben machen auch in diesen schwierigen Zeiten einen verdammt guten Job. Sie sind nah bei den Menschen. Das zahlt sich aus.“ 

Ausgewählte Ergebnisse aus größeren Unternehmen:

  • Airbus: 79% – 132 von 167 Mandaten an die IG Metall
  • Audi: 85% – 80 von 94 Mandaten an die IG Metall
  • BMW: 73% – 172 von 236 Mandaten an die IG Metall
  • Bosch (bislang 13 Standorte): 91% – 226 von 247 Mandaten an die IG Metall
  • Mercedes: 72% – 153 von 213 Mandaten an die IG Metall
  • Volkswagen: 85% – 304 von 359 Mandaten an die IG Metall 

     

Rechte Listen spielen kaum eine Rolle

Von einem Rechtsruck kann in den Betrieben keine Rede sein. Im VW Elektroauto-Werk in Zwickau etwa, wo Teile der Medien gar einen rechten Umsturz erwartet hatten, erreichte die IG Metall 29 von 35 Mandaten. 

„An einigen Stellen haben rechte oder alternative Listen Stimmen geholt. Das ist nicht ungewöhnlich“, meint Benner. „Wir wollen als IG Metall immer mit unseren Inhalten und unseren Betriebsrätinnen und Betriebsräten überzeugen. Wenn wenige Prozent Stimmenanteil an andere Listen gehen, ist das zwar für uns bedauerlich, aber kein Weltuntergang. Wir werden jetzt nicht nachlassen, im Gegenteil. Es gibt noch viele Kolleginnen und Kollegen zu überzeugen, noch viele Betriebe zu gewinnen.“
 

 

So macht die IG Metall neue Betriebsräte fit für ihre Arbeit

38 Prozent der Betriebsratsmitglieder wurden erstmals gewählt. Um die „Neuen“ für ihre Aufgaben zu qualifizieren, bietet die IG Metall die Ausbildungsreihe „BR kompakt“ an, mit einem Grundlagenseminar und sechs vertiefenden Modulen. Danach können sich Betriebsräte in Hunderten Seminaren spezialisieren – etwa in Recht, Wirtschaft, IT, KI, Gesundheitsschutz oder Arbeitsgestaltung.

Jedes Jahr nehmen rund 25 000 Betriebsräte an Seminaren der IG Metall teil.

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