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Tarif: Worum es geht

Eine Frage der Gerechtigkeit

Der Wert der Arbeitskraft muss wieder stärker abgesichert sein. Deshalb steht bei der IG Metall das Thema Tarifbindung auf der Agenda ganz oben. Für mehr Gerechtigkeit. Für alle.

Kein Tarifvertrag bedeutet in der Regel: weniger Einkommen, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub, kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld und auch sonst keine verbindlichen Standards. So liegt beispielsweise der Einkommensunterschied in der Metallindustrie zwischen einem Industriemechaniker mit und einem ohne Tarifvertrag bei rund 18 Prozent. Der eigentliche Wert der Arbeitskraft ist aber in beiden Fällen gleich. Das ist eine handfeste Benachteiligung aller Beschäftigten in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Noch gravierender sieht es bei den sogenannten einfachen Tätigkeiten aus. Dort schießt der Einkommensunterschied auf rund 32 Prozent hoch. Damit dieser Ungerechtigkeit ein Riegel vorgeschoben und der Wert der Arbeitskraft wieder stärker abgesichert wird, hat die IG Metall das Thema ganz oben auf ihre Tagesordnung gesetzt. Schon im Rahmen der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2016 haben sich Beschäftigte aus über 200 nicht tarifgebundenen Betrieben an Aktionen beteiligt. In gut 100 Betrieben stand die IG Metall direkt zum Ende der Tarifrunde bereits in konkreten Verhandlungen. Bundesweit wurden in 145 Betrieben erstmalig oder wieder neu Tarifverträge erstritten.

Während der Metall-Tarifrunde 2016 haben sich 36 000 Beschäftigte die Tarifbindung erkämpft.

 

Damit sich was bewegt ...

Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. 2016 unterlagen 54 Prozent der Beschäftigten einem Flächentarifvertrag und fünf Prozent einem Firmentarifvertrag. Die restlichen 41 Prozent der Beschäftigten hatten gar keine tarifvertragliche Regelung. Die Tarifbindung ist aber der wesentliche Faktor für mehr Gerechtigkeit, Sicherheit und Transparenz.

Tarifverträge sorgen in Betrieben dafür, dass die Interessen der Beschäftigten kollektiv verhandelt und durchgesetzt werden und die Arbeitsbedingungen nicht vom Verhandlungsgeschick des oder der Einzelnen abhängen. Sie gewährleisten unter anderem nachvollziehbare Eingruppierungen, regelmäßige Entgelterhöhungen, mehr Entwicklungsperspektiven, besseren Gesundheitsschutz und Kündigungsschutz für Ältere. Und sie regeln die wöchentliche Arbeitszeit, den Urlaubsanspruch und vieles mehr. Unternehmen innerhalb einer Branche profitieren ebenfalls von den einheitlichen Mindeststandards: Wettbewerbsverzerrungen durch Preisdumping, dem kein Betrieb auf Dauer standhalten kann, werden durch Tarifverträge aufgelöst.

Um einen Tarifvertrag zu erkämpfen, braucht es eine starke IG Metall, die Geschlossenheit der Beschäftigten und den aktiven Willen, dass sich etwas ändern soll. Denn nur wer sich bewegt, wird etwas bewegen. In Sachen Tarifbindung lohnt es sich. Denn sie ist die Gerechtigkeitsfrage Nummer eins.

Über 20 Prozent mehr Entgelt bekommen Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben.

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Mit Tarifvertrag geht's gerechter zu:

beim Entgelt, beim Urlaub, bei der Arbeitszeit - und es gibt Rechtsschutz. Aber: Nur Mitglieder haben einen Anspruch darauf.

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