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Zwischenbilanz Betriebsratswahlen 2014. Foto: IG Metall

Zwischenbilanz Betriebsratswahlen 2014

Metallerinnen und Metaller liegen vorn

24.04.2014 Ι "Mitdenken. Mitbestimmen. Mitmachen." So lautet das Motto, mit dem die IG Metall Anfang März in die Betriebsratswahlen gegangen ist. Sie will mehr aktive Demokratie in die Betriebe tragen. Die bislang hohe Wahlbeteiligung und das gute Abschneiden der Metaller deuten darauf hin, dass dies gelingt. Ein Verdienst guter Betriebsratsarbeit.

Arbeitszeit, Arbeitsschutz, Eingruppierung oder die Bürogestaltung - all das sind Themen, über die Vorgesetzte nicht alleine entscheiden dürfen. Hier haben Betriebsräte per Gesetz das Recht mitzureden. Sie haben das Ohr an der Belegschaft, greifen Probleme auf und versuchen in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber die Interessen der Beschäftigten optimal zu vertreten. Das ist nicht immer einfach. Doch es zahlt sich aus, wenn Betriebsräte gut in der Belegschaft verankert sind. Ein Gradmesser dafür, ob das so ist, sind die Betriebsratswahlen.

 

Drei von vier gewählten Betriebsräten sind Metaller

Seit Anfang März werden in den Unternehmen neue Betriebsräte gewählt. Im Organisationsbereich der IG Metall finden die Wahlen in rund 11 000 Betrieben statt. Bisher liegen die Ergebnisse aus rund 3000 Betrieben mit zusammen mehr als einer Million Beschäftigten vor, und dieses Ergebniss zeigt, dass die IG Metall ihre Stellung festigen konnte. "Drei von vier gewählten Betriebsräten gehören der IG Metall an. Damit bestätigen die Belegschaften die gute Arbeit der IG Metall und unserer Betriebsräte", sagt Jörg Hofmann, Zweiter Vorsitzender der IG Metall.


Ebenfalls erfreulich: Immer mehr Angestellte machen ihr Kreuz bei IG Metall-Kandidaten. Beispielsweise bei Audi in Ingolstadt. Dort holte die IG Metall 49 von 55 Sitzen - und hat absolut rund 3000 Stimmen hinzugewonnen. Dieser Zuwachs lässt sich allem Anschein nach darauf zurückführen, dass im Angestelltenbereich gepunktet wurde. Ein positiver Trend, denn in Großunternehmen wachsen die Belegschaften der Entwicklungsabteilungen inzwischen am stärksten.


Wahlbeteiligung ist konstant hoch

Um die Interessen aller Beschäftigten im Betrieb bestmöglich vertreten zu können, ist es deshalb wichtig, dass sich im Betriebsratsgremium auch alle Beschäftigtengruppen wiederfinden. So wie bei der Robert Bosch AG in Stuttgart-Feuerbach. Auch dort findet ein Strukturwandel statt: Die Produktion geht zurück und der Engineering-Bereich wächst. Die IG Metall gewann dort alle Mandate. "Die Wahlbeteiligung ist trotz veränderter Beschäftigtenstrukturen beispielsweise durch mehr Ingenieure, technische Experten und Angestellte konstant hoch geblieben", begrüßt das Jörg Hofmann.


Listenwahl? Natürlich gibt es auch das, beispielsweise bei ThyssenKrupp Steel. Neben der IG Metall-Liste traten noch Kandidaten auf vier weiteren Listen an. Doch auch hier haben sich die Beschäftigten mit großer Mehrheit für die Metall-Kandidaten entschieden: Von den 39 Sitzen im Betriebsrat gehen 30 Mandate an die IG Metall.

 

Für ein endgültiges Fazit ist es noch zu früh. Damit ist erst Ende des Jahres zu rechnen. Doch schon jetzt zeigt sich, dass die Mitbestimmung ein nicht mehr wegzudenkender Teil einer erfolgreichen Unternehmensführung ist.



In Betrieben mit Betriebsrat geht es fairer und transparenter zu, die Beschäftigten sind zufriedener und die Bezahlung ist besser. Das ist gut für die Belegschaften. Doch eine gute Interessenvertretung ist nicht nur im Sinne der Mitarbeiter. Sie nutzt auch dem Unternehmen. "Mitbestimmte Unternehmen sind ökonomisch erfolgreicher", stellt Gewerkschafter Hofmann fest. Bestes Beispiel dafür ist der Autobauer VW, bei dem die IG Metall nicht nur rund  90 Prozent der Betriebsratssitze errang. Auch das Unternehmen steht weltweit glänzend da.

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