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13.02.2015 Ι Dritte Verhandlung Niedersachsen und Warnstreiks

Arbeitgeber mauern sich weiterhin ein 

Erneut wurde heute die dritte Tarifverhandlung für die 75 000 Beschäftigten der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie vertagt. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter, kritisierte das Verhalten der Arbeitgeber: "Anstatt konstruktiv zu verhandeln, mauern sich die Arbeitgeber weiterhin ein. Bewegt haben sie sich nicht, lediglich altbekanntes wiederholt. Um sie aus ihrer Trägheit herauszuholen, werden wir jetzt mit Großaktionen antworten und den Druck massiv erhöhen." Druck gab es auch heute. Zum Auftakt der Verhandlung waren rund 1800 Beschäftigte aus 17 Betrieben der Region nach Hannover gekommen. Sie zeigten deutlich ihren Unmut über das mickrige Angebot der Arbeitgeber. Bisher haben sich im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt mehr als 24 000 Beschäftigte aus 177 Betrieben an Warnstreiks beteiligt.

13.02.2015 Ι Zweite Verhandlung in Sachsen, Warnstreiks in Berlin-Brandenburg

Auch in Sachsen blieben die Verhandlungen ergebnislos 

Begleitet von Warnstreiks ist heute in Radebeul die dritte Verhandlung für die 160 000 Beschäftigten der sächsischen Metall- und Elektroindustrie ergebnislos geblieben. Olivier Höbel, IG Metall-Verhandlungsführer, rügte angesichts der umfangreichen Warnstreiks, die Ignoranz der Arbeitgeber gegenüber ihren eigenen Beschäftigten. "Diese starre Verweigerungshaltung ist unverständlich und unvernünftig. Sie ignorieren damit die berechtigten Interessen der Beschäftigten". Höbel warf den Arbeitgebern vor, die notwendige Maßnahmen für eine zukunftsfähige Arbeitswelt zu verschlafen oder die Weichen in Richtung Sackgasse zu stellen.

An einer Kundgebung in Berlin-Spandau beteiligten sich Metallerinnen und Metaller von TACR, BSH Hausgeräte, Nokia, Redknee, Coriant, Atos IT, Atos AIT, BMW Werk und Osram sowie zahlreicher Siemensbetriebe. Dort sprach Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zu den Warnstreikenden: "Man könnte meinen, der Karneval ist den Arbeitgebern zu Kopf gestiegen: Verkleidet als Dornröschen, befinden sie sich immer noch im Verhandlungstiefschlaf, obwohl die Zeit läuft." In Mittelsachsen traten 60 Beschäftigte von Mahle Motorkomponenten in den Ausstand.

13.02.2015 Ι Warnstreiks in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen

Warnstreikmarathon bei Daimler in Wörth

Über 13 000 Metallerinnen und Metaller haben sich von Donnerstagnachmittag bis am Freitagmittag an  Warnstreiks beteiligt. Schwerpunkt der Aktionen war heute Neustadt. Dort gingen die Beschäftigten des LKW-Herstellers Daimler in einen Warnstreik-Marathon. Die Produktion ruhte rund 29 Stunden. Die Warnstreiks begannen Donnerstag mit der Spätschicht, gingen über die Nachtschicht in die Frühschicht und dann in die Normalschicht über. Dem hat sich heute spontan noch mal die Spätschicht angeschlossen. Erst heute Nacht um 23 Uhr soll die Arbeit wieder aufgenommen werden. "Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, die Warnstreiks deutlich auszuweiten", sagte Uwe Schütz von der IG Metall Neustadt. Grund für die Ausweitung des Streiks ist die Unzufriedenheit der Mitarbeiter mit den aktuellen Arbeitsbedingen und der Haltung der Arbeitgeber zur Forderung Altersteilzeit.

13.02.2015 Ι Warnstreiks in Bayern

Warnstreiks in Bayern: "Weit über unsere Erwartungen"

In Bayern waren heute 3500 Beschäftigte aus neun Betrieben kurzzeitig im Ausstand. Der Schwerpunkt lag in Würzburg. Dort folgten 1000 Metallerinnen und Metaller des Druckmaschinenherstellers König & Bauer sowie des Automobilzulieferers Brose Fahrzeugteile dem Warnstreiksaufruf der IG Metall. In Elchingen ließen 800 Warnstreikende bei Bosch Rexroth GmbH die Arbeit ruhen. Weitere Warnstreiks gab es auch in München und Kronach. Mit dem heutigen zwölften Tag haben sich mehr als 100 000 Beschäftigte aus über 250 bayerischen Betrieben an Warnstreiks beteiligt, so das Fazit der ersten Warnstreikwelle in Bayern. "Das sind 20 000 mehr als wir erwartet haben", erklärte Jürgen Wechsler, IG Metall-Bezirksleiter. Wechsler wertet dies als ein Stimmungsbarometer der Belegschaften zu dem bisher mickrigen Angebot der Arbeitgeber. Ab 19. Februar will die IG Metall Bayern "auf jeden Fall eine zweite Warnstreikwelle starten", kündigte Wechsler an.

13.02.2015 Ι Warnstreiks in Baden Württemberg

Warnstreiks im Südwesten dauern an 

Im Südwesten gingen die Warnstreiks unvermindert weiter. Rund 2300 Beschäftigte aus zwölf Betrieben beteiligten sich an den Warnstreikaktionen. In Alfdorf bei Schwäbisch-Gmünd legten 450 Beschäftigte bei TRW Automotive die Arbeit kurzzeitig nieder. In Bruchsal folgten 350 Mitarbeiter des Hausgeräteherstellers Neff dem Aufruf der IG Metall. Weitere Warnstreikaktionen gab es auch in Aalen und Waiblingen.

12.02.2015 Ι Warnstreiks an der Küste

Arbeitgeber kommen nur mit Druck vom Fleck

In den Tarifverhandlungen für die 140 000 Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie in Hamburg gab es etwas Bewegung. Nach zweieinhalb Stunden wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis auf den 26. Februar in Hamburg vertagt. Bis dahin wollen IG Metall Küste und Nordmetall über das Thema Bildungsteilzeit in einer Arbeitsgruppe beraten. "Nordmetall kommt nur mit Druck vom Fleck: Sie bleiben bei ihrem mageren Angebot von 2,2 Prozent und auch bei den inhaltlichen Forderungen tut sich noch viel zu wenig", kritisierte Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Küste. "Die Warnstreiks zeigen aber erste Wirkung". Erstmals wurde heute konstruktiv über die Forderung nach einer Bildungsteilzeit verhandelt.  

Die Verhandlungen wurden begleitet von einem ganztägigen Warnstreik, an dem sich in der Region Hamburg über 16 000 Beschäftigte aus 40 Unternehmen beteiligten. In einem Sternmarsch zogen am Vormittag 5000 Metallerinnen und Metaller zur zentralen Kundgebung auf dem Spielbudenplatz in Hamburg.

12.02.2015 Ι Warnstreiks Berlin, Brandenburg und Sachsen

Metallerinnen und Metaller legen noch mal nach

2400 Metallerinnen und Metaller aus sieben Betrieben sind in Berlin, Brandenburg und Sachsen dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt: Mit dabei waren über 900 Beschäftigte der beiden Werke des Bahnherstellers Bombardier Transportation in Görlitz und Bautzen. In Radeberg ließen etwa 130 Metallerinnen und Metaller der Karosseriewerke Dresden die Arbeit zeitweise ruhen und bei Bombardier Transportation in Hennigsdorf bei Berlin waren es 350 Beschäftigte. Beim Getriebebauer ZF Friedrichshafen in Brandenburg stand ebenfalls die Produktion still: Dort waren über 400 Beschäftigte im Ausstand. Insgesamt 600 Mitarbeiter von Alstom Power und Stadler Pankow beteiligten sich in Berlin an einer gemeinsamen Kundgebung. Für den Nachmittag hat die IG Metall rund 400 Beschäftigte der Spätschicht des Mercedes-Benz Werks Berlin zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitgeber müssten ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen, um zu einer Lösung zu kommen, mahnte IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel. "Weiterbildungschancen für die Jüngeren und faire Ausstiegsmodelle für Ältere sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Beim Geld erwarten die Beschäftigten eine angemessene Beteiligung an den sehr guten Ergebnissen. Wer das ignoriert, wird den Ärger der Beschäftigten spüren." Die nächste Verhandlung für Sachsen ist morgen in Radebeul und für Berlin-Brandenburg am 17. Februar.

12.02.2015 Ι Zweite Verhandlung Volkswagen

VW-Management kopiert mickriges Angebot der Metall-Arbeitgeber

Die IG Metall und das VW-Management haben heute die zweite Verhandlung für die rund 115 000 Beschäftigten der Volkswagen AG und der Financial Services ohne Ergebnis vertagt. Auf die von der IG Metall geforderten 5,5 Prozent mehr Geld reagierte Volkswagen mit einem mickrigen Angebot von 2,2 Prozent. Auf die geforderten garantierten 1400 Ausbildungsplätze signalisierte das Management leichtes Entgegenkommen im Zusammenhang mit dem "Zukunftsplan Gute Arbeit" - blieb aber völlig unkonkret. IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine kritisierte das Verhalten des Autokonzerns: "Wenn sich Volkswagen derart stark an der Fläche orientiert, muss auch die Laufzeit identisch sein und nicht zwei Monate versetzt." Ein mickriges Angebot der Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie abzukupfern, so Meine, wäre einem Branchenprimus unwürdig. Ein dritter Verhandlungstermin wird für Anfang März angestrebt.

12.02.2015 Ι Warnstreiks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Sternmarsch in Salzgitter 

Heute traten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt knapp 550 Beschäftigte aus vier Betrieben in Warnstreik. Schwerpunkt der Aktionen war heute Salzgitter. Dort  versammelten sich 300 Beschäftigte von SMAG, Meyer und Funkwerk zu einer Kundgebung. In Aerzen bei Hameln folgten 250 Beschäftigte der Aerzener Maschinenfabrik dem Aufruf der IG Metall.

12.02.2015 Ι Warnstreiks in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen

Den Druck mit Warnstreiks erhöhen

Die IG Metall wird in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Thüringen den Druck weiter erhöhen. Heute kam es in allen vier Tarifgebieten wieder zu Warnstreiks. Heute waren es rund 3600 Metallerinnen und Metaller, die die Arbeit zeitweise niedergelegt haben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Tarifrunde über 78 600 Kolleginnen und Kollegen im Bezirk Mitte an Warnstreiks und betrieblichen Aktionen beteiligt.  Schwerpunkt waren heute die Aktion in Homburg-Saarpfalz, an der sich Metallerinnen und Metaller von Schaeffler, Hager und John Deere beteiligten.

12.02.2015 Ι Warnstreiks in Bayern

Allein in Bayern fast 95 000 Warnstreikende

Im Süden Deutschland legten Warnstreiks heute in acht Betrieben die Produktion lahm. In Bayern beteiligten sich knapp 1800 Beschäftigte an kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen. In Augsburg traten 500 Metallerinnen und Metaller der Renk AG in den Ausstand. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sprach vor den Warnstreikenden von OCE Printing System in Poing: "Eine Verschlechterung des Altersteilzeit passt nicht in die betriebs- und tarifpolitische Landschaft. Die Menschen und die Betriebe brauchen einen verbesserten Altersteilzeittarifvertrag als demografisches Steuerungsinstrument in der betrieblichen Personalplanung."

Weitere Warnstreiks gab es in Garching. Dort beteiligten sich 290 Mitarbeiter bei der MWS GmbH und der Voith GmbH. Zu Arbeitsniederlegungen kam es auch in Memmingen, Elchingen, München, Gauting und Peißenberg.

11.02.2015 Ι Dritte Verhandlung und Warnstreiks in Baden Württemberg

Zitzelsberger: "Trippelschritte der Arbeitgeber reichen nicht für eine Lösung"

In Baden-Württemberg haben die Arbeitgeber in der dritten Runde unter anderem ihr bisheriges Angebot zur Altersteilzeit in der Ausgestaltung konkretisiert. Beim Thema Bildung boten sie Verbesserungen bei der Freistellungsdauer und den Ankündigungsfristen an. Trotzdem macht "Südwestmetall nach wie vor nur Trippelschritte statt mal einen Sprung zu wagen - so erreichen wir die Ziellinie nie", sagte IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Nun werde versucht, in der letzten Februarwoche eine Lösung zu finden. Am 23. Februar gehen die Verhandlungen in Böblingen in die vierte Runde. Kurz vor Beginn der dritten Runde in Sindelfingen hatten unter anderem Beschäftigte von Porsche, Alcatel Lucent und Bosch ihre Kampfbereitschaft für das Tarifpaket bekundet. "Wir fordern vom Arbeitgeberverband keine Geschenke, wir wollen nur was uns zusteht. Die Belegschaften haben die Arbeitgeber reich gemacht. Wir wollen einen Teil davon haben und den holen wir uns jetzt." Das erklärte Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender Porsche. Mit dem Märchenslogan "Keine Angst vorm bösen Wolf!" hatte die lG Metall-Jugend in Anlehnung an den gleichnamigen Verhandlungsführer von Südwestmetall Stimmung gemacht. Rund 2000 Jugendliche demonstrierten zur Kundgebung vor einer Märchenwald-Kulisse an die Sindelfinger Stadthalle. Lea Marquardt, IG Metall Baden-Württemberg, sagte: "Die Unternehmen haben ordentliche Gewinne eingefahren, der Ausblick für 2015 ist gut. Der Wolf ist also nicht nur böse, sondern auch geizig. Wir müssen ihm jetzt gemeinsam helfen, seine Großzügigkeit neu zu entdecken."

11.02.2015 Ι Dritte Verhandlung und Warnstreiks Mittelgruppe: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Hans-Jürgen Urban: "Eine Tarifrunde ist kein Sandkasten-Spiel"

Ohne Ergebnis endete heute in Frankfurt die dritte Verhandlung für die Metall- und Elektrobeschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. "Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sind enttäuscht und erbost" kommentierte IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild die "unverantwortliche Blockadehaltung" der Arbeitgeber. "Deshalb werden wir die Warnstreiks fortsetzen." Die Verhandlungskommission der IG Metall will bis zum 23. Februar entscheiden, "ob es sinnvoll ist, auf dieser Basis weiter zu verhandeln", sagte Schild. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Im Vorfeld der dritten Runde hatten heute rund 3400 Beschäftigte aus 24 Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland die Arbeit zeitweise niedergelegt. In Rheinland-Pfalz waren Beschäftigte in Gustavsburg, Kaiserslautern, Kirchheimbolanden und in Bad Kreuznach im Ausstand sowie auch im saarländischen Sulzbach, Neunkirchen und in Saarbrücken. Auch in Thüringen waren wieder Metallerinnen und Metaller aktiv dabei: In Rudolstadt ließen Beschäftigte der Siemens Röntgen AG zeitweise die Arbeit ruhen. Im hessischen Hanau zogen Warnstreikende der Vacuumschmelze und anderer Betriebe durch die Innenstadt bis zum Goldschmiedehaus, wo das geschäftsführende IG Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban sprach: "Eine Tarifrunde ist kein Sandkasten-Spiel, wo der eine den anderen neckt, und am Ende bewegt sich nichts", sagte dort Urban. "In einer Tarifrunde holen sich diejenigen, die das Jahr über den Laden am Laufen halten, ihren Anteil. Und den holen wir uns durch Verhandlungen, wenn's geht - und durch Kampf, wenn's sein muss."

11.02.2015 Ι Warnstreiks in Bayern

Bayern engagiert für mehr Geld, Bildungs- und Altersteilzeit 

Im Süden Deutschland engagierten sich erneut viele Metallerinnen und Metaller für das Tarifpaket der IG Metall. Bis zum Mittag hatten sich heute bereit über 3 500 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern sprach vor den Warnstreikenden der Firmen SIEMENS und HATZ im niederbayerischen Ruhstorf: "Wenn heute bei den Verhandlungen in Stuttgart kein entscheidender Ruck der Arbeitgeber in unsere Richtung kommt, werden wir ab dem Wochenende die Vorbereitungen für eine zweite Warnstreikwelle nach dem Fasching, einleiten".

11.02.2015 Ι Warnstreiks in Berlin-Brandenburg und Sachsen

Proteste gehen weiter 

Massiv gingen auch heute die Warnstreiks weiter. In Berlin beteiligten sich erneut viele Metallerinnen und Metaller an Warnstreiks. "Wer so wenig anbietet und sich bei Regelungen eines fairen Altersausstiegs sowie bei der Weiterbildung verweigert, muss sich über den massiven Protest nicht wundern", erklärte Olivier Höbel angesichts des mageren Angebots der Arbeitgeber. Höbel warnte die Arbeitgeber vor einer Fortsetzung ihrer Blockadehaltung. Dann müssten sie mit einer Steigerung der Arbeitskampfmaßnahmen rechnen. An den Aktionen beteiligten sich die Beschäftigten von Otis, Bosch Automotive Steering, MAN Diesel & Turbo, Bosch Elektrowerkzeuge, Rackwitz, SAPA Extrusion Deutschland, Hydro Aluminium Gießerei Rackwitz, sowie der Neuen Halber-Guss-Gießerei in der Merseburger Straße. Auch in Limbach-Oberfrohna bei Continental Automotive, in Hartha bei Pierburg Pump Technology sowie bei Johnson Controls Sachsen-Batterien kam es nach der Mittagspause zum befristeten Ausstand.

10.02.2015 Ι Warnstreiks Baden-Württemberg

Metallerinnen und Metaller im Südwesten lassen es krachen

Einen Vorgeschmack auf eine aktionsreiche dritte Runde in Baden-Württemberg haben dort heute etwa 13 500 Warnstreikende gegeben: Sie sorgten in fast 150 Betrieben zum zeitweisen Produktionsstillstand und demonstrierten für ein besseres Angebot. Mit dabei waren 2000 Metallerinnen und Metaller von Bosch, Haushahn, Coperion und KBA MetalPrint, die sich zu einer Kundgebung in Stuttgart-Feuerbach versammelten. Etwa 5000 Daimler-Beschäftigte protestierten vor dem Untertürkheimer Tor in Stuttgart. In Pforzheim kamen 350 Warnstreikende vor dem Witzenmann-Gelände zusammen und in Waiblingen waren 600 aktiv dabei. Dort machten insgesamt 1800 Beschäftigte früher Feierabend sowie etwa 2300 Metallerinnen und Metaller in und um Aalen. In Schwäbisch Gmünd folgten insgesamt 400 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall. Die Warnstreikbilanz im Südwesten nach neun Tagen: Über 156 000 Metallerinnen und Metaller machten bisher aktiv mit für ihre Forderungen nach mehr Zeit und Geld. Sollte Südwestmetall sein ungenügendes Angebot am morgigen Mittwoch nicht erheblich nachbessern, "können wir in einer zweiten Welle nochmal deutlich nachlegen", prophezeite Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg.

10.02.2015 Ι Warnstreiks in Bayern

Über 8800 Warnstreikende in Bayern

In Bayern haben sich heute bis zum Mittag 8832 Beschäftigte aus 62 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Mitgemacht haben unter anderem 4532 Metallerinnen und Metaller aus 34 Nürnberger Unternehmen wie etwa von den Siemenswerken, Federal Mogul, Robert Bosch, Diehl Metall, ZF Gusstechnologie, Leistritz und Emuge. In Lohr am Main zogen rund 1120 Beschäftigte von Bosch-Rexroth, Rexroth Giesserei, EDC, Bosch-Rexroth Vertrieb und Hunger vor die Werkstore und in Marktheidenfeld waren 660 Warnstreikende auf den Beinen - unter anderem von Warema SE, Warema K+M; Braun, Hilite und De Longi. Zu weiteren Warnstreiks kam es außerdem in Erlangen, wo rund 500 Metallerinnen und Metaller aus drei Betrieben ihre Arbeit niederlegten, bei Siemens in München mit 200 und in Augsburg mit etwa 550 Warnstreikenden aus vier Betrieben. In Rosenheim waren 470 Warnstreikende aktiv dabei. IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler bewertete die bisherige Beteiligung an den Warnstreiks sehr positiv. "Die Arbeitgeber sollten diese Signale der Belegschaften ernst nehmen und sich endlich am Verhandlungstisch bewegen".

10.02.2015 Ι Warnstreiks in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Keine Ruhe vor dem Sturm

Einen Tag vor dem dritten Verhandlungstermin für die Metall- und Elektrobranche in Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zogen rund 5600 Beschäftigte vor die Werkstore und ließen zeitweise die Arbeit ruhen. Ein Schwerpunkt war eine gemeinsame Demonstration der Belegschaften mehrerer Betriebe in Offenbach, an der sich etwa 800 Metallerinnen und Metaller beteiligten. Insgesamt haben seit Beginn der Tarifrunde 70 800 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen bei Warnstreiks und Aktionen mitgemacht.

09.02.2015 Ι Dritte Verhandlung und Warnstreiks in Bayern

Dritte Runde in Bayern endet ohne Annäherung

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband in Bayern haben die dritte Tarifverhandlung ohne Annäherung beendet. Wesentliche Themenschwerpunkte waren die Fortsetzung des Altersteilzeit-Tarifvertrages und der geforderte Tarifvertrag zur Bildungsteilzeit. Hierzu sollen Expertengruppen in den kommenden Tagen Gespräche führen. "Die Arbeitgeber haben kein verbessertes Angebot vorgelegt, es gab auch keine inhaltliche Annäherung und keinen neuen Verhandlungstermin. Deshalb halten wir unvermindert an unseren geplanten Warnstreiks fest", kommentierte IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler den Gesprächsstand. Zum Auftakt der dritten Runde in Bayern hatten sich rund 1400 Beschäftigte aus 14 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Der Schwerpunkt lag in Aschaffenburg, dem Verhandlungsort. Dort demonstrierten 1200 Metallerinnen und Metaller mit einer Kundgebung am Schlossplatz. Weitere Warnstreikaktionen gab es im mittelfränkischen Weißenburg sowie in Coburg und in Waldkraiburg.

09.02.2015 Ι Warnstreiks Baden-Württemberg

139 000 Warnstreikende sind ein deutliches Signal an die Arbeitgeber

Im Südwesten standen zwei Tage vor der dritten Verhandlungsrunde erneut Produktionen zeitweise still. Bis 14.30 Uhr beteiligten sich fast 6000 Beschäftigte aus 30 Betrieben an Kundgebungen, Warnstreiks und Frühschluss-Aktionen. Die Zahl der Unterstützer für die drei IG Metall-Forderungen stieg auf mehr als 139 000 seit Ende der Friedenspflicht. "Das ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber, sich zu bewegen und ihr Angebot deutlich nachzubessern", sagte Roman Zitzelsberger, IG Metall-Bezirksleiter. Vor dem Tor von Bosch in Bühl versammelten sich heute über 400 Metallerinnen und Metaller zu Roadshow und Kundgebung. Eine Kundgebung im Siemens Industriepark in Karlsruhe wurde von über 1150 Beschäftigten verschiedener Firmen besucht. Bei ZF Lenksysteme in Ludwigsburg ruhte zeitweise die Produktion in der Früh- und Normalschicht, weil 250 Beschäftigte früher nach Hause gegangen sind. Rund 250 Beschäftigte unter anderem von Kendrion und Continental protestierten vor dem Verwaltungsgebäude von Südwestmetall.

 

09.02.2015 Ι Warnstreiks Berlin-Brandenburg und Sachsen

Auftakt zur zweiten Warnstreikwoche 

Zu Beginn der zweiten Warnstreikwoche hat die IG Metall auch in Berlin-Brandenburg und Sachsen zum Warnstreik aufgerufen. In den beiden Tarifgebieten traten rund 800 Beschäftigte in den befristeten Ausstand, um den Forderungen nach 5,5 Prozent höheren Einkommen, verbesserter Altersteilzeit sowie einer neuen Bildungsteilzeit Nachdruck zu verleihen.

Zu zeitweiligen Arbeitsniederlegungen kam es in Berlin bei Pierburg, Bosch Rexroth in Chemnitz, bei Vosla in Plauen, den Flugzeugwerken in Dresden und bei GEA Air Treatment Production in Wurzen. Dort wurden die Metallerinnen und Metaller  unterstützt von einer Delegation des Premium-Maschinenbauers NEA.

09.02.2015 Ι Warnstreiks in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Metaller schieben Arbeitgeber an

Über 2000 Beschäftigte aus zehn Betrieben folgten dem Warnstreikaufruf der IG Metall. In Darmstadt legten 80 Beschäftigte bei Checkpoint Systems am Morgen kurzzeitig die Arbeit nieder. Im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach beteiligten sich 200 Beschäftigte aus mehreren Unternehmen an Warnstreiks und in Speyer demonstrierten knapp 900 Metallerinnen und Metall aus verschiedenen Firmen für die Forderung der IG Metall. Weitere Warnstreiks gab es in Trier, Bad Marienberg und Neuwied.

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