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Tarifrunde Textil Ost 2019
Arbeitgeber blockieren

In den Tarifverhandlungen für die ostdeutsche Textilindustrie fordern wir 6 Prozent mehr Geld und die schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 37 Stunden – wie im Westen. Die Arbeitgeber bieten lediglich 1,5 Prozent und wollen Pausen für Schichtarbeiter streichen.


Die Arbeitgeber lehnen unsere Forderungen nach 6 Prozent mehr Geld und einer kürzeren Arbeitszeit ab. Auch bei der zweiten Verhandlung in Chemnitz beharrten sie auf ihrer Position: Beim Geld bieten sie 1,5 Prozent mehr in diesem Jahr und je ein Prozent mehr in den beiden Folgejahren an – was nicht einmal die Inflation ausgleicht. Statt die Arbeitsbedingungen an den Westen anzugleichen, wie es die IG Metall fordert, würde der Unterschied zu Westdeutschland in den nächsten Jahren um rund 800 Euro im Jahr anwachsen.

Bei der Arbeitszeit wollen die Arbeitgeber lediglich auf 38,5 Stunden in der Woche reduzieren, schrittweise ab 2020, wobei ein Teil der Beschäftigten weiter 40 Stunden arbeiten soll. Zudem soll es Ausnahmen für „betriebliche Härtefälle geben“. Dazu kommt, dass die Arbeitgeber die 20-minütige bezahlte Pause im Drei-Schicht-Betrieb streichen wollen – macht drei Stunden mehr Arbeit in der Woche.

„Das bedeutet eine Arbeitszeitverlängerung – ausgerechnet für die Beschäftigten, die die härtesten Arbeitsbedingungen haben“, kritisiert IG Metall-Verhandlungsführer Manfred Menningen. „Ein Sonderopfer für Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter durch das Streichen der 20-minütigen bezahlten Pause wird es mit uns nicht geben. Die Arbeitszeitverkürzung muss kommen – und zwar real.“


Arbeitgeber haben Übernahme der Auszubildenden gekündigt

Bereits vor Beginn der Tarifverhandlungen haben die Arbeitgeber den Tarifvertrag zur Übernahme der Auszubildenden gekündigt. Sie sind bereit, die tarifliche Übernahme wieder in Kraft zu setzen – allerdings nicht mehr unbefristet sondern nur noch für 12 Monate.

Die IG Metall fordert hingegen, dass die unbefristete Übernahme weiter gilt, damit die Branche im Wettbewerb um Nachwuchs eine Zukunftsperspektive hat.


Tarifauftakt am 13. April in Chemnitz

Um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, plant die IG Metall nun Aktionen. Der Auftakt ist am 13. April in Chemnitz. Ab Mai sind dann auch Warnstreik möglich.

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