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Tarifrunde Textile Dienste 2020
In den Textilen Diensten drohen Warnstreiks

Auch die zweite Tarifverhandlung für die Textilen Dienste endet ohne Ergebnis. Für die Reduzierung der Arbeitszeit auf 37 Stunden verlangten die Arbeitgeber einen Verzicht auf angemessene Lohnerhöhungen. Gegen Mitternacht war klar: die Arbeitgeber bieten keinen fairen Kompromiss.


Auch die zweite Tarifverhandlung für die Textilen Dienste endete heute ohne Ergebnis. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 100 Euro mehr im Monat, die Fortsetzung der Altersteilzeit mit Verbesserungen und weitere Angleichungsschritte der Arbeitsbedingungen Ost an West. Bundesweit machten die Beschäftigten während der Verhandlungen mit Aktionen Druck für ihre Forderungen.
 

(Foto: IG Metall)

Die Arbeitgeber drohten indes gar mit der Auflösung ihres Arbeitgeberverbands intex, wenn es zu keiner Einigung kommt. Die IG Metall bereitet sich auf Warnstreiks vor.

„Die Arbeitgeber wollen sich die Arbeitszeitverkürzung von den Beschäftigten bezahlen lassen“, kritisiert Miriam Buerger, Verhandlungsführerin der IG Metall. „Sie boten eine mickrige Lohnerhöhung unterhalb der Inflation an. Das würde bedeuten, dass die Beschäftigten real Geld und Kaufkraft verlieren.“

Der Arbeitgeberverband intex verweist auf die Billigkonkurrenz in der Textilen Branche. Etwa die Hälfte der Konkurrenten wendet die Tarifverträge des DHV an, der mit dem Deutschen Textilreinigungs-Verband e.V (DTV) Tarifverträge abschließt. Die tarifliche Bezahlung von DHV und DTV liegt etwa 20 Prozent untern den Intex-IG Metall-Tarifen. Das Arbeitsgericht Hamburg stufte den DHV 2015 als nichttariffähig ein und bezeichnete dessen Tarifverträge als „Gefälligkeitstarifverträge“.

Neben der Arbeitszeitverkürzung und mehr Geld will die IG Metall auch eine Fortführung und Verbesserung der Altersteilzeit erreichen, damit sich die älteren und besonders belasteten Beschäftigten einen früheren Altersausstieg leisten können.


Bundesweit Aktionen in den Betrieben

Aktionen gab es unter anderem bei Alsco in Berlin, Köln, Merseburg und Metzingen, bei Bardusch in Geldern und Siedenburg, bei CWS in Neuss und Reutlingen, bei Mewa in Bottrop, Hameln und Meißenheim und bei Wulff in Neumünster.

Bereits zur ersten Verhandlungsrunde am 6. Februar gab es bundesweite Aktionen in den Betrieben.

In den tarifgebunden Betrieben der Textilen Dienstleistungen arbeiten rund 23.000 Beschäftigte. Sie reinigen etwa Berufskleidung für die Industrie und Wäsche für Krankenhäuser.


IG Metall bereitet sich auf Warnstreiks vor

Die IG Metall versucht nun doch noch eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. Zugleich laufen die Vorbereitungen für Warnstreiks. Die sogenannte Friedenspflicht endet am 29. Februar. Ab dem 1. März sind dann Warnstreiks möglich.

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