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Streik bei RIVA/HES
Warnstreik im Riva-Stahlwerk Brandenburg

Nachdem das Management bei den Verhandlungen erneut stur blieb, traten jetzt auch die Beschäftigten des Riva-Stahlwerks in Brandenburg für einen Tag in den Warnstreik. Die seit sechs Wochen streikenden Riva/HES-Beschäftigten aus Trier und Horath waren dabei.


Beschäftigte und IG Metall erhöhen den Druck im Tarifkonflikt mit dem italienischen Riva-Konzern: Am Montag legten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zu Riva gehörenden Brandenburger Elektrostahlwerks (BES) die Arbeit nieder. Gemeinsam mit den seit sechs Wochen streikenden Riva/HES-Beschäftigten aus Trier und Horath demonstrierten sie solidarisch vor der Deutschland-Zentrale von Riva in Henningsdorf bei Berlin.


Tarifverhandlungen erneut ergebnislos

Die Tarifverhandlungen am Freitag und Samstag brachten erneut keine Einigung. „Das Vorgehen des deutschen RIVA-Management ist unverständlich“, kritisiert Uwe Zabel, Verhandlungsführer der IG Metall in Trier und Horath. „In den Tarifverhandlungen lag die Lösung für einen Tarifvertrag und einen Kompromiss auf dem Tisch. Das Management verhält sich gegenüber den Beschäftigten unverantwortlich und respektlos: Statt einer schnellen und verantwortungsvollen Lösung zuzustimmen, lassen sie den Streik weiterlaufen.“

In Trier und Horath fordert die von den Beschäftigten gewählte IG Metall-Tarifkommission die Anerkennung des Metall-Tarifs. Derzeit liegen ihre Löhne rund 20 Prozent darunter.

In Brandenburg fordert die Tarifkommission die Übernahme des Tarifabschlusses der IG Metall für die ostdeutsche Stahlindustrie. Bislang weigert sich Riva, die Tariferhöhung von 3,7 Prozent sowie das neue tarifliche Zusatzgeld in Höhe von 1000 Euro im Jahr an die Beschäftigten weiterzugeben – und verlangt dafür Opfer von der Belegschaft.

„Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall lassen sich nicht spalten und eine Erpressung des Betriebsrates werden wir keinesfalls durchgehen lassen“, macht Stefanie Jahn, IG Metall-Verhandlungsführerin für Brandenburg klar. „Die uneingeschränkte Übernahme des ostdeutschen Stahlergebnisses muss sofort zugesagt und rückwirkend gezahlt werden.“


Belegschaften kämpfen gemeinsam

Die Beschäftigten von Riva/HES sind bereits seit sechs Wochen im Streik. Seitdem sind sie fast täglich unterwegs, um ihren Streik in die Welt zu tragen. Unter anderem demonstrierten sie letzten Donnerstag vor der Riva-Konzernzentrale in Mailand/Italien.

Nun kämpfen sie gemeinsam mit den Beschäftigten in Brandenburg. Vor der gemeinsamen Streikversammlung haben sie einen Solidaritätspakt zum gemeinsamen Kampf in Ost und West unterzeichnet.

„Heute steht unser Stahlwerk still und unsere Streikfront ist geschlossen“, erklärt Uwe Tessmer, Betriebsratsvorsitzender des Brandenburger Elektrostahlwerks (BES). „Dem deutschen Riva-Management setzten wir gemeinsam an dieser Stelle ein Ultimatum: Wenn bis zum 23. Juli die Tarifverträge in Brandenburg, Trier und Horath nicht unterschrieben sind, sind wir bereit und entschlossen für den unbefristeten Streik auch bei BES.“


Weitere Nachrichten, Hintergründe, Fotos und Videos gibt es auf Internetseite zum Streik bei Riva/HES: igmetall-riva.de

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