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Sozialwahl 2017

Soziale Selbstverwaltung: Warum sich mitmachen lohnt

13.04.2016 Ι Mehr Geld fürs Hörgerät, bessere Reha: Die Selbstverwalter in den Sozialversicherungen entscheiden über konkrete Verbesserungen für die Versicherten. Wer sich einbringt, kann viel bewegen.

2017 ist es wieder so weit: Im Zuge der Sozialwahlen werden die Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten in der Selbstverwaltung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, der Renten- und der Unfallversicherung gewählt. Wahlberechtigt sind über 45 Millionen Versicherte.

 

Die Sozialversicherungen sind organisatorisch und finanziell weitgehend unabhängig vom Staat. Als Körperschaften öffentlichen Rechts sind sie selbst verwaltet:

 

  • Die gewählten Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber treffen alle Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung.
  • Sie bestimmen darüber, wie die Versicherung die gesetzlichen Regelungen umsetzt.

 

Die Sozialwahlen werden grundsätzlich per Briefwahl durchgeführt. Treten keine konkurrierenden Listen an und werden nicht mehr Kandidatinnen und Kandidaten als erforderlich vorgeschlagen, findet kein Wahlakt statt. Gewählt wird bei den Ersatzkassen und bei der Rentenversicherung Bund, während bei AOK, IKK, Betriebskrankenkassen und regionalen Rentenversicherungsträgern bisher kaum konkurrierende Gruppen auftraten.

 

Nah an den Menschen

Die Selbstverwalter der IG Metall sind oftmals erfahrene Betriebsräte. Sie kennen sich aus mit den Sorgen der Versicherten, sie können Interessen vertreten und verstehen es, dem Einzelnen zu seinem Recht zu verhelfen. Sie setzen sich für gute, bedarfsgerechte und lebensnahe Lösungen und Leistungen ein. In diesem Sinne kontrollieren sie auch, wie die Beiträge der Versicherten verwendet werden.

 

Dabei sind die mehr als 1600 Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter der IG Metall keine Einzelkämpfer. Hinter ihnen steht eine starke Gewerkschaft, die Druck macht auf die Bundesregierung, damit die medizinische Versorgung wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert wird, die Renten auskömmlich sind und Berufskrankheiten als solche anerkannt werden.

 

Ehrenamt lohnt sich

Klar: Wie viel wir für die Krankenversicherung zahlen und wie hoch die Rente ist, das hat der Gesetzgeber in der Hand.

 

Aber ob es gute Gesundheitsförderung gibt, innovative Versorgungsmodelle, spezielle Leistungen oder Zusatzbeiträge für die Versicherten, ob die Qualität bei der Reha stimmt oder bei Unfallverhütungsvorschriften, darüber entscheiden die höchsten Gremien der Sozialversicherungen. Selbstverwalter entscheiden auch, ob Widersprüchen der Versicherten stattgegeben wird.

 

Die Mitglieder der Selbstverwaltung wählen und kontrollieren die Vorstände der Sozialversicherungen und sie beschließen den Haushalt.

 

Wissenswertes zum Ehrenamt:

  • Arbeitgeber muss freistellen
  • Sozialversicherung erstattet Verdienstausfall
  • Sozialversicherung zahlt Aufwandsentschädigung und Reisekosten
  • Zeitaufwand je nach Amt und Träger, etwa acht Termine jährlich
  • Sozialversicherung bietet Qualifizierung an
  • IG Metall unterstützt mit Newsletter, Arbeitshilfen, Seminaren und Tagungen

 

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Links und Zusatzinformationen
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Ansprechpartner vor Ort

Fragen zur Sozialwahl 2017? Die Sozialwahlbeauftragten der IG Metall stehen mit Rat zur Seite. Wer für Sie zuständig ist, erfahren Sie hier:

Weiterführende Informationen

Angebote des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS):

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