Soziale Selbstverwaltung
Sozialwahl 2023: Alle Infos, alle Hintergründe

Es ist die drittgrößte Wahl in Deutschland: Rund 51 Millionen Versicherte bestimmen bei der Sozialwahl ihre Vertretung in der gesetzlichen Rentenversicherung, bei den Krankenkassen und der Unfallversicherung. Die IG Metall tritt bei der Wahl mit an. Unser Ziel: ein besseres Sozialsystem.

10. Februar 202210. 2. 2022 |
Aktualisiert am 14. September 202214. 9. 2022


Die Versicherten wählen bei der Sozialwahl ihre Vertreterinnen und Vertreter in den höchsten Entscheidungsgremien der Sozialversicherung. Vereinfacht gesagt: Ihre Versichertenparlamente. In diesen Gremien sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten. Auch zahlreiche Metallerinnen und Metaller sind dabei. Sie bringen die Interessen der Versicherten ein – und damit die Interessen der Beschäftigten.

In den Versichertenparlamenten fallen wichtige Entscheidungen. Bei den Krankenkassen geht es zum Beispiel darum, welche Zuschüsse die Kasse für Zahnreinigung oder Reiseimpfungen zahlt, oder wie sie Betriebe bei der Gesundheitsförderung unterstützt.

In den Berufsgenossenschaften setzt sich die IG Metall dafür ein, dass Kolleginnen und Kollegen bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheit gut versorgt werden.


Sozialwahl 2023: Hier kandidiert die IG Metall

Bei den Sozialwahlen 2023 treten wieder viele IG Metall-Mitglieder an. Wer gewählt wird, kann sich für die Versicherten stark machen – bei der Rentenversicherung, den Krankenkassen oder den Berufsgenossenschaften.

Hier tritt die IG Metall mit eigenen Wahllisten an:

  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Techniker Krankenkasse
  • Barmer GEK
  • DAK-Gesundheit
  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BG HM)
  • Verschiedenen Betriebskrankenkassen in den IG Metall-Branchen (z.B. BKK Daimler, BKK Siemens, BKK Linde)

Hier tritt die IG Metall gemeinsam mit Verdi an:

  • Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)

Hier treten Metallerinnen und Metaller auf DGB-Listen an:

  • Ortskrankenkassen (AOK)
  • Innungskrankenkassen (IKK)
  • Regionale Rentenversicherungsträger

 

Mehr Frauen in der Selbstverwaltung

Obwohl mehr als die Hälfte aller Versicherten Frauen sind, fehlt  in den Gremien der Sozialversicherungen oft die Perspektive der Frauen. Beispiel Gesundheit: Forschung und Lehre finden hierzulande überwiegend anhand von männlichen Normgrößen statt. Frauen sind in vielen klinischen Studien nicht ausreichend repräsentiert.

Obwohl bekannt ist, dass viele Medikamente bei Frauen und Männern verschieden wirken – Aspirin, Herzmittel, Betablocker – werden nur selten Dosierungsempfehlungen für Frauen erforscht.

Damit sich das ändert brauchen wir Druck aus den Selbstverwaltungsgremien, die bei der Sozialwahl besetzt werden. Weibliche Kompetenz ist gefragt, um ein umfassendes Bild zu bekommen und in der Sozialversicherung die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Auch dafür engagieren sich Metallerinnen und Metaller bei der Sozialwahl 2023.

 

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