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Initiative Faire Leiharbeit

Leiharbeit ist moderne Form der Ausbeutung

27.08.2010 Ι Arbeitgeber wollen reguläre Beschäftigung zunehmend durch Leiharbeit ersetzen. Daraus hat auch Südwestmetallchef Rainer Dulger diese Woche keinen Hehl gemacht. Damit das nicht passiert, hat die IG Metall die "Initiative Faire Leiharbeit" gestartet. Mit vielen Unterstützern und einfach umsetzbaren Vorschlägen zur Verbesserung der Situation.

In vielen Unternehmen ist Leiharbeit zu einem Instrument der Personalplanung geworden. Denn Leiharbeiter werden schlechter bezahlt und können leichter entlassen werden. Das hat die Krise eindrucksvoll bewiesen. Nun wollen die Arbeitgeber viele der verlorenen Stammarbeitsplätze durch Leiharbeitsplätze ersetzen. Das verringert die Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz für viele ganz enorm. Dagegen unternimmt die IG Metall etwas: mit der Initiative Faire Leiharbeit.

Die Initiative Faire Leiharbeit
Damit Politik, Öffentlichkeit und Unternehmen erkennen, dass Leiharbeit reguliert werden muss, hat die IG Metall die Initiative Faire Leiharbeit ins Leben gerufen. Schirmherren der Initiative sind die Arbeitsminister a.D. Norbert Blüm, Dr. Herbert Ehrenberg und Walter Riester, ebenso wie zahlreiche Betriebsräte und Wissenschaftler aus ganz Deutschland.


Leiharbeit wird nicht nur bei Auftragsspitzen eingesetzt, sondern strategisch, um Personalkosten zu senken.

Leiharbeit sind Arbeitnehmer zweiter Klasse
Für vier von fünf Beschäftigten ist Leiharbeit eine moderne Form der von Ausbeutung. So urteilen Wähler aller Parteien; auch die Mehrheit der Anhänger der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP stimmt dem zu.
Leiharbeit darf nicht missbraucht werden. Mit der Initiative will die IG Metall der Politik verdeutlichen, dass sie Leiharbeit gesetzlich regulieren muss. "Leiharbeiter sind heute Beschäftigte zweiter Klasse, denen gleicher Lohn und gleichwertiger Arbeitsbedingungen verweigert werden", erklärte Detlef Wetzel, Zweiter Voristzender der IG Metall, auf der Pressekonferenz zum Start der Initiative in Berlin am 4. Mai 2010.

Leiharbeit breitet sich aus
Bereits jeder vierte Deutsche hat in seinem persönlichen Umfeld Freunde oder Angehörige, die ale Leiharbeiter arbeiten. 43 Prozent der Leiharbeiter sind junge Menschen. Dieser Zahl iust alarmierend, besagt sie doch, dass der Einstieg in den Beruf nahezu gar nicht mehr über ein reguläres und damit sicheres Arbeitsverhältnis möglich ist.
Um das zu ändern, können Sie sich an der Intiative Faire Leiharbeit beteiligen.

Themen

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Links und Zusatzinformationen
Leiharbeit fair gestalten.
Fragen zur Leiharbeit? Rufen Sie an!

Für alle Fragen rund um die Leiharbeit hat die IG Metall für Leiharbeitnehmer, die Mitglied sind, eine Hotline eingerichtet. Unter 0800 - 4463488 können sie sich kostenfrei beraten lassen.

Gleiche Arbeit - gleiches Geld
Olaf Kämpfer, Betriebsratsvorsitzender bei Schmitz CargoBull in Gotha, über die Leiharbeit im Betrieb.
Gleiche Arbeit - gleiches Geld
Norbert Lenhard, Betriebsratsvorsitzender bei Schaeffler in Schweinfurt, über Leiharbeit im Betrieb.
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