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Charta der Zeitarbeit im Volkswagen Konzern

VW gibt sich Regeln für faire Leiharbeit

03.12.2012 Ι Der weltgrößte Autobauer VW hat eine "Charta für Zeitarbeit" verabschiedet. Zwar soll die Leiharbeit auch in Zukunft als Flexibilisierungsinstrument dienen, doch sie bekommt jetzt feste Regeln. Equal Pay und Equal Treatment werden im Rahmen eines Stufenplans umgesetzt.

Bei VW sind Leiharbeitnehmer nicht länger Arbeitnehmer zweiter Klasse. IG Metall Vorsitzende Berthold Huber, Konzernbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh, Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Martin Winterkorn und Personalvorstand Dr. Horst Neumann unterzeichneten am 30. November 2012 die "Charta für Zeitarbeit im Volkswagen Konzern".


Equal Pay und Equal Treatment

Das Prinzip 'Gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit' wird im Rahmen eines Stufenplans umgesetzt, die Entlohnung der Leiharbeitnehmer bei dem Autobauer soll sind künftig mit steigender Erfahrung und Qualifizierung analog der Stammbelegschaft entwickeln. Zudem sollen Leiharbeiter in die Stammbelegschaft aufsteigen können. Dabei soll ein Anteil von fünf Prozent Leiharbeit an der Belegschaft nicht überschritten werden.


"Die Charta sichert zu, dass die Zahl der Zeitarbeiter stets im angemessenen Verhältnis zur Stammbelegschaft steht. Indem Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite vereinbaren, dass Zeitarbeit nicht als Instrument zur Kostensenkung missbraucht wird, ist dies einmal mehr Ausdruck der besonderen Mitbestimmungskultur bei Volkswagen. Diese Mitbestimmungskultur ist ein wesentlicher Grund für den Erfolg und die Stärke von Volkswagen", konstatiert Berthold Huber.


Mit der Charta werden bestehende Vereinbarungen weiterentwickelt

Bernd Osterloh betonte, dass Leiharbeiter im Volkswagen Konzern keine Beschäftigten zweiter Klasse sind. "Mit der Charta regeln wir die Umsetzung von Equal Pay und Equal Treatment ebenso wie die maximale Einsatzdauer. Die Charta ist eine wichtige Weiterentwicklung und Ergänzung bereits bestehender Vereinbarungen, besonders der Charta der Arbeitsbeziehungen im Volkswagen Konzern", so Osterloh.

Schon im Mai 2012 hat der Autobauer eine außertarifliche Regelung zur Leiharbeit beschlossen. Damals war festgelegt worden, dass bis Mitte 2013 bis zu 3000 Leihbeschäftigte in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden sollen.

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