Gewerkschafter in Belarus befreien
Holt Gewerkschafter in Belarus aus dem Gefängnis!

In Belarus sitzen über 30 unabhängige Gewerkschafter in Haft. Eine Postkartenaktion für ihre Freilassung macht jetzt Druck. Helft dabei, die Unschuldigen aus dem Gefängnis zu holen.

16. Mai 202316. 5. 2023


Zur Zeit befinden sich mehr als drei Dutzend aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in belarussischen Gefängnissen und Straflagern. Die IG Metall unterstützt eine Kampagne auf breiter Front, die die Freilassung der unschuldig Verurteilten fordert. „Wir fordern ein Ende der Repressionen gegen Gewerkschaftsaktivistinnen und -aktivisten“, erklärt IG Metall-Vorstandsmitglied und Hauptkassierer Jürgen Kerner. „Dazu haben wir als IG Metall eine Postkartenaktion initiiert.“
 

Im Rahmen der Kundgebung zum 1. Mai in Frankfurt wurden mehrere hundert Postkarten mit der Forderung nach Freilassung der inhaftierten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Belarus unterzeichnet. Diese Karten wurden zusammen mit einem von Jürgen Kerner und Wolfgang Lemb unterzeichneten Brief an die belarussische Botschaft geschickt. Zudem haben viele Geschäftsstellen der IG Metall bei Maikundgebungen und weiteren Veranstaltungen Unterschriften gesammelt. Beispielsweise gab es in Essen, Oberhausen und Recklinghausen Stände zu diesem Thema. Ebenso auf einer Veranstaltung der Vertrauensleute bei VW in Wolfsburg.

Wir fordern ein Ende der Kriminalisierung von Gewerkschaftsaktivistinnen und -aktivisten sowie die sofortige Freilassung aller Kolleginnen und Kollegen und aller politischen Gefangenen in Belarus“, bekräftigte IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb. Die Postkartenaktion läuft noch weiter. Betriebe, die sich an der Aktion beteiligen wollen, können die Postkarten bestellen. 

Terror, Folter und Verfolgung von Menschen, die mit den Vorgängen in Weißrussland nicht einverstanden sind, gehören für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes leider zum Alltag. Die IG Metall-Bildungsstätte Sprockhövel widmet sich dem Thema Belarus schwerpunktmäßig und veröffentlicht dazu regelmäßig aktuelle Informationen. Hier kann man auch online unterschreiben und die Forderung nach Freilassung der Betroffenen unterstützen.

In Bremen hat sich die Vereinigung Salidarnast gegründet. Sie besteht aus belarussischen Gewerkschaftern, die sich durch Flucht ins Ausland dem Zugriff der belarussischen Behörden entziehen konnten. Die Vereingung Salidarnast fordert Gewerkschaften und NGOs weltweit auf, sich der Kampagne zur Freilassung ihrer Kolleginnen und Kollegen anzuschließen. 

Die IG Metall unterstützt in Kooperation mit Amnesty International verfolgte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Wer mitmachen will oder interessiert ist, schreibt eine kurze Mail an amnesty@igmetall.de.

Mehr Infos unter

Freiheit für die Gewerkschafter:innen in Belarus – Webseite des Bildungszentrums Sprockhoevel (igmetall-sprockhoevel.de)

www.salidarnast.info

Belarus: Trade union activity is not extremism!

 

 

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