Warnstreiks bei Airbus
Tausende Beschäftigte machen Druck auf den Airbus-Konzern

In der Auseinandersetzung um die künftige Struktur von Airbus Operations und Premium Aerotec erhöht die IG Metall den Druck. Mehr als 10 100 Beschäftigte beteiligten sich an Warnstreiks und Kundgebungen. Die IG Metall fordert einen Sozialtarifvertrag.


Mehr als 10 100 Kolleginnen und Kollegen haben sich an den Warnstreiks und Kundgebungen beteiligt. Am Nachmittag und in der Nacht folgen noch weitere Arbeitsniederlegungen an einzelnen Standorten. „Das ist ein starkes Signal an das Airbus-Management. Gemeinsam mit den Beschäftigten an allen Standorten von Airbus und Premium AEROTEC haben wir deutlich gemacht: Wir lassen uns nicht spalten“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, auf der Kundgebung am Osttor bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder vor etwa 1000 Metallerinnen und Metallern. „Statt die Konfrontation sollte der Arbeitgeber eine Lösung am Verhandlungstisch suchen. Wir brauchen eine abgesicherte und langfristige Perspektive für alle Beschäftigten und Standorte.“
 

Gemeinsam Widerstand organisieren

Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, sagte auf der Kundgebung bei Premium AEROTEC in Augsburg vor etwa 1500 Beschäftigten: „Wir haben von Anfang an klargemacht: Schlanke und effiziente Strukturen in der Wertschöpfungskette gestalten wir gerne mit, gegen eine Zerschlagung von Standorten bei Airbus und Premium AEROTEC werden wir aber Widerstand organisieren. Die Arbeitgeberseite hat unsere ausgestreckte Hand ausgeschlagen. Wenn die Auseinandersetzung um die Zukunft von Airbus nun eskaliert, liegt das allein in der Verantwortung des Managements.“

Warnstreiks und Kundgebungen gab es auch an den Standorten in Bremen, Stade und Varel. In Bremen nahmen 350 Beschäftigte von Airbus und Premium AEROTEC an einer Kundgebung vor dem Werkstor von Airbus teil, bei Airbus in Stade versammelten sich 500 Beschäftigte von Airbus aus Stade und Buxtehude vor dem Werkstor. Bei Premium AEROTEC in Varel beteiligten sich 1000 Beschäftigte an der Kundgebung vor dem Werkstor. Auch bei Premium AEROTEC in Nordenham waren die Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Dort war jedoch keine Kundgebung geplant.
 

Absicherung für die Beschäftigten

Die IG Metall fordert einen Sozialtarifvertrag, in dem die Bedingungen für die von der Umstrukturierung betroffenen Beschäftigten geregelt werden. Als Absicherung für die Beschäftigten fordert die IG Metall eine Abfindung von drei Bruttomonatsgehältern je Beschäftigungsjahr bei einem Sockelbetrag von 25 000 Euro, sollten Beschäftigte ihren Job verlieren. Zudem sollen eine Härtefallregelung für IG Metall-Mitglieder sowie zweijährige Qualifizierungsmaßnahmen bei Fortzahlung der Bezüge vereinbart werden. Die IG Metall verlangt eine Laufzeit von zwölf Jahren für diese Regelung.

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