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Tarifrunde Leiharbeit: Erste Verhandlung

Arbeitgeberangebot unzureichend

12.10.2016 Ι Die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit hat am 7. Oktober mit den Arbeitgeberverbänden der Leiharbeitsbranche verhandelt. In dieser ersten Runde in Hannover stellten die Gewerkschaften ihre Forderungen nach mehr Geld und einer Angleichung der Entgelte in Ost und West vor. Die Arbeitgeber reagierten - mit einem völlig unzureichenden Angebot.

Sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 70 Cent pro Stunde mehr. Zudem sollen die Entgelte im Osten und Westen angeglichen werden. Das fordern die Gewerkschaften für eine Laufzeit von 12 Monaten. Mit diesem Forderungspaket ist die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit iGZ und BAP in die erste Verhandlung am 7. Oktober in Hannover gegangen.

Die Arbeitgeber legten nach einer kurzen Beratungspause ihr Angebot vor: Frühestens nach 48 Monaten soll eine Ost-West-Angleichung möglich sein. Und für diesen Zeitraum bieten sie zwei Prozent mehr Geld ab dem 1. Juli 2017 an. Die Tarifgemeinschaft lehnte das Angebot als unzureichend ab.Denn darin werden noch nicht einmal die Kernforderungen berücksichtigt. So wollen die Gewerkschaften mit dem geforderten Mindestbetrag von 70 Cent erreichen, dass die unteren Lohngruppen überproportional angehoben werden.

Die Entgeltgruppe eins bildet außerdem die Grundlage für den tariflichen Mindestlohn in der Leiharbeitsbranche, der ebenfalls neu verhandelt wird. Derzeit liegt der Mindestlohn im Osten bei 8,50 Euro und im Westen bei neun Euro. In der Leiharbeitsbranche arbeiten fast eine Million Beschäftigte. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 11. November in Hamburg.

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