Entwicklungsdienstleister IAV
Qualifizierung und sichere Arbeitsplätze bei IAV

Als Entwicklungsunternehmen in der Mobilitätsbranche muss IAV jetzt in die Zukunft investieren. Neue Innovationen müssen her. Ein neuer Haustarifvertrag garantiert das durch die Beteiligung und Qualifizierung der Beschäftigten.


Rechtzeitig in die Zukunft investieren: Ein neuer Haustarifvertrag für den Entwicklungsdienstleister IAV zeigt, wie eine gelungene Antwort auf die Transformation aussehen kann. Mehr Geld, sichere Arbeitsplätze und umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen – das hat die IAV Belegschaft mit der IG Metall in harten Verhandlungen erreicht.

Die bundesweit rund 7500 Beschäftigten bekommen einmalig 500 Euro Coronabeihilfe ausgezahlt – Studierende 250 Euro. Betriebsbedingte Kündigungen sind während der gesamten 36 Monate langen Laufzeit des Tarifvertrags ausgeschlossen. Ein Innovationsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Euro soll die Beschäftigten an der Zukunft des Unternehmens beteiligen. „Mit dem Innovationsfonds können wir Ideen aus der Belegschaft unterstützen, um IAV voranzubringen. Ein wichtiger Schritt hin zum Mitmachunternehmen“, sagt Dorothea Katharina Ritter von der IG Metall Wolfsburg.


Hohes Budget für Weiterbildungen

40 Millionen Euro stehen künftig für Qualifizierungen im Modell „36 & 2“ zur Verfügung. Das heißt konkret: Zwei Wochenstunden pro Beschäftigten werden in ein Transformationszeitbudget für das ganze Unternehmen überführt. Die dazugewonnene Zeit können die Beschäftigten für Qualifizierungsmaßnahmen nutzen, die ihnen innerhalb des Unternehmens eine neue Rolle ermöglicht, sollte ihr Arbeitsfeld durch die Transformation nicht zukunftsfähig sein. Dafür wird ein Budget geschaffen, dass die Sachkosten für Schulungen, Lehrgänge und Qualifizierungen deckt.

Ein paritätisch besetzter Lenkungskreis entscheidet, wie das Geld verwendet wird und bringt die Qualifizierung der Beschäftigten – überwiegend Ingenieurinnen und Ingenieure – während der Transformation voran. Eine Beschäftigungsbrücke sorgt dafür, dass deutlich verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit einen einfacheren Ausstieg ermöglichen, während in den nächsten drei Jahren 180 befristet Beschäftigte und Studierende fest übernommen werden. Auch zum mobilen Arbeiten und zum agilen Arbeiten wurden tarifliche Regelungen getroffen. Zudem wird ein zusätzlicher Brückentag als freier Tag eingeführt.

Der Betriebsrat zeigt sich zufrieden mit dem Abschluss: „Mit dem Tarifabschluss stellen wir unter Beweis, dass wir auch nach einem Jahr des Arbeitens in der Pandemie an einem Strang ziehen“, sagt Mark Bäcker, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von IAV: „Im Mittelpunkt steht für mich, dass Qualifizierung als kontinuierlicher Prozess festgeschrieben ist und die Beschäftigten so immer up to date sind“, sagt er. Der Betriebsrat und die IG Metall wollen so selbstbewusst in neue Geschäftsfelder gehen und Beschäftigung sichern, so der Betriebsrat.


Weitere Infos auf der Seite der IG Metall Niedersachsen-Sachsen-Anhalt

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